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Rage: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Open World mit Technikpatzern?

Während id sich bisher eher in fremden Welten wie zum Beispiel dem Marsmond Phobos ausgetobt hat, bleiben wir diesmal also auf der Erde. Dabei gelingt dem Team eine glaubhafte Welt in einem Endzeitszenario. Beinahe könnte man Rage für einen Open-World-Shooter halten, denn ihr dürft mit einem Buggy frei durch die Landschaft fahren. Der Schein trügt allerdings ein wenig, denn obwohl ihr im Grunde vollkommene Bewegungsfreiheit habt, sind die Missionen sehr geradlinig, und auch die Orte, an denen ihr die Aufgaben bekommt, befinden sich in drei kleinen Siedlungen. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, denn ein Gefühl von Freiheit entsteht dennoch, schliesslich steht es euch jederzeit offen, ob ihr die Hauptgeschichte weiterverfolgt oder euch mit diversen Nebenmissionen und Minispielen beschäftigt. Rollenspieler und Open-World-Fans mag das vielleicht weniger gefallen, für einen Shooter kann so jedoch das Tempo aufrechterhalten werden, anstatt nach jeder Mission wieder von Punkt A zu Punkt B fahren zu müssen.



Durch die offene Welt ergeben sich technische und spielerische Besonderheiten, die besonders Konsolenspieler nicht gewohnt sind. Dass id Software bisher Spiele für PC entwickelt hat, fällt spätestens beim Speichersystem auf. Automatische Speicherpunkte gibt es nämlich nur extrem selten. Wer nicht aufpasst, der muss mit etwas Pech auch mal ein bis zwei Stunden Spielzeit wiederholen. Aber keine Panik, euch steht zu jeder Zeit eine automatische Speicherfunktion zur Verfügung. Was auf dem PC Gang und Gäbe ist und super funktioniert, kann auf der Konsole etwas lästig wirken. Die Tasten des Gamepads sind zu Genüge belegt, daher müsst ihr jedes Mal, wenn ihr speichern möchtet, auf Start, dann auf Speichern, einen Speicherslot auswählen, bestätigen und dann etwa zehn Sekunden warten, bis es weitergehen kann. Nach einem Quicksave fühlt sich das Ganze nicht wirklich an. Doch auch Konsoleros gewöhnen sich schnell an das System, was schliesslich bei besonders schweren Passagen auch einen grossen Vorteil darstellen kann.

In diesem Zusammenhang sollten auch die Ladezeiten erwähnt werden, welche bei etwa 20 bis 30 Sekunden liegen. Die riesige Welt birgt also auch so manch technische Hürde. Da muss sich auch das neue Megatexture-System harsche Kritik gefallen lassen, welches besonders am PC für extrem aufpoppende Texturen sorgt. Bei schnellen Drehungen werden erst langsam die Detailtexturen nachgeladen, was zu sehr hässlichen Effekten führen kann. Auch die Konsolenfassungen sind davon nicht ausgenommen. Aufgrund der generell niedrigeren Detailstufe fällt der Effekt hier jedoch nicht ganz so drastisch ins Gewicht. Unschön ist es aber trotzdem, auch wenn die Landschaft, wenn einmal alles geladen ist, wirklich atemberaubend aussieht. Selbiges trifft leider nicht unbedingt auf alle Gegenstände in Innenarealen zu. Diverse Computer oder sonstige Objekte sehen so extrem matschig und undetailliert aus, dass es selbst beim Vorbeigehen unangenehm auffällt. Auch vom Tearing ist Rage nicht ganz befreit, obwohl dies in unserem Test nur an wenigen Stellen störend wahrgenommen wurde.

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Benjamin Boerner am 18 Okt 2011 @ 19:14
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