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Blood Bowl: Review

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Nach und nach jedoch entfaltet sich die Spielmechanik und man versteht, was alles in den Matches überhaupt passieren kann und warum dies möglicherweise so ist. Die Wahrscheinlichkeiten sind zwar dann immer noch nicht ersichtlich, doch man beginnt ein Gefühl für die Abläufe zu entwickeln und ärgert sich nicht mehr so häufig über einen verlorenen Ball oder einen missglückten Spielzug. Sind die ersten Touchdowns erzielt worden und der erste Sieg errungen, freut man sich über Stufenaufstiege und die damit verbundene Verteilung von Punkten auf die Spezialfähigkeiten der brutalen Sportler.

Dann werfen eure Jungs genauer oder sind noch standfester in der Verteidigung. Schick sind die unfairen, in diesem Sport jedoch geduldeten Aktionen wie das Abfeuern eines Feuerballs oder die Nutzung einer mächtigen Kettensäge, mit der ihr euch kinderleicht durch die gegnerische Verteidigung - äh - durchschneidet. Wer mag, kann sogar den Schiedsrichter bestechen oder einen bereits am Boden befindlichen Spieler nochmals mit Tritten und Schlägen eindecken.

Etwas schwarzer Humor ist im Spiel vorhanden, nicht nur durch den oft zynisch wirkenden Kommentator. Schade, dass die Spieler sich nicht mit entsprechenden Bemerkungen an diesem Humor beteiligen. Nur gelegentlich grummelt da jemand vor sich hin. Die Atmosphäre in den Arenen ist - sofern wir es freundlich formulieren wollen - eher dürftig. Zwar gibt es je nach gewählter Rasse entsprechende Cheerleader oder trommelnde Kraftprotze zu bestaunen, doch Stadionatmosphäre kommt kaum auf. Optisch hat der Titel mit dem Comiclook immerhin ein stimmiges, wenn auch nicht besonders schickes Ambiente zu bieten. Nahe ans Geschehen solltet ihr nicht zoomen, denn dann springen euch zu viele unschöne Kleinigkeiten der Figuren negativ ins Auge.

Wer mag, probiert sich im hektischen Actionmodus. Dabei fällt die Rundenstrategie unter den Tisch und ihr erlebt die Spiele in Echtzeit, immerhin noch pausierbar. Das ist auch bitter nötig, sofern ihr keine Reflexe eines Kolibris vorweisen könnt, denn ihr müsst blitzschnell auf die jeweiligen Situationen reagieren, was nicht immer leicht fällt. Unübersichtlich wird das Geschehen da schon nach kurzer Zeit. Dann mutet es eher wie ein stumpfsinniger Geschicklichkeitstest, denn eine interessante, langfristig motivierende Spieloption an. Hardcore-Blood-Bowler (was für ein Wort!) messen ihre Spielstärke im Mehrspielermodus. Dabei könnt ihr Matches sowohl im LAN, per Hot-Seat-Verfahren als auch online absolvieren. Der Online-Modus ist ähnlich aufgebaut wie die Einzelspielerkampagne, allerdings bevölkern dann andere Spieler die Ligen.

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Markus Grunow am 31 Jul 2009 @ 20:22
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