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Lahme Karriere
Die Charaktererstellung steht direkt im Hauptmenü oder beim Beginn einer Karriere zur Verfügung. Man kann allerdings keine Regler verschieben, um die Nasenkrümmung zu verändern, den Mund zu vergrössern oder den Augenabstand zu manipulieren. Stattdessen wählt man aus knapp 90 vorgefertigten Gesichtern aus, die sich im Nachhinein nur im Bezug auf Körpereigenschaften und Kleinigkeiten wie Haar und Bart verändern lassen. Anschliessend entscheidet man sich für verschiedene Hosen und Schuhe, die von einigen Sponsoren zur Verfügung stehen. Oder man sucht sich einfach einen verfügbaren Boxer aus dem Roster aus.
Zu Beginn der Karriere bekommt man eine Übersicht über seinen aktuellen Rang, die verfügbaren Nachrichten sowie den Fortschritt auf dem Weg zu einer unsterblichen Legende. Von hier aus kann man auf den Kalender zugreifen und die nächsten Kämpfe planen. Zudem absolviert man Trainingseinheiten, um seinen Charakter zu verbessern. Diese Minispiele sind allerdings ein schlechter Scherz, da es ihnen an Motivationsfähigkeit mangelt und ihre Ziele manchmal etwas schwammig formuliert sind. Mit dem automatischen Training, bei dem man nur 50 Prozent der Punkte für seine Attribute bekommt, kommt man genauso gut ans Ziel. Man spart sich nur wertvolle Zeit.
Die Kämpfe werden zusammen mit dem Aufsteigen in der Rangliste fordernder, wobei man unter den Gegnern klare Unterschiede ausmachen kann. So kämpft Ali viel taktischer als Tyson, der eher auf seine Stärke vertraut, dabei aber gerne mal die Deckung vernachlässigt. Diese Dynamik klingt spannend und verspricht Unberechenbarkeit, aber so ist es nicht. Der Karrieremodus punktet mehr mit Langeweile als Immersion. Denn das Spiel wiederholt sich jedes Mal: Kämpfer herausfordern, Datum festlegen, automatisch trainieren, Kampf austragen. Mehr Abwechslung bietet man dem Spieler leider nicht. Bleiben nur noch Matches gegen den Computer, Freunde oder Unbekannte online. |
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