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Herr der Ringe - Die Eroberung: Review Das Schwert mutig gezückt, den Helm ein Stück herunter geschoben, ein grimmiges Gesicht aufgesetzt. Und nun auf die Angreifer warten, die sich allmählich in der Dunkelheit nähern. Heulende Orks lassen einem das Blut in den Adern gefrieren, mächtige Trolle schleudern Steinbrocken auf die Festung. Und wir warten immer noch geduldig mit schwitzenden Handflächen ab, während uns der Regen die Gischt ins Gesicht peitscht. Und nun heult das Angriffshorn der dunklen Armee, wir hören und spüren das Trampeln tausender Füsse auf dem Untergrund. Heute fliesst literweise Blut meine Freunde, heute werden wir zu Helden!
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So hatten wir uns das Erlebnis im Spiel Der Herr der Ringe: Die Eroberung vorgestellt. Schlachten von immenser Grösse, Action satt zwischen den Truppen von Sauron und den guten Helden der Tolkien-Saga. Belagerungsgefechte in den typischen Szenerien der Bücher mit optischer Schönheit und toll inszenierten Kampagnen, in denen wir einmal im Ringkrieg die Seite von Aragorn, Gimli, Frodo und Konsorten übernehmen, um anschliessend mal zu sehen, wie sich die Geschichte wohl entwickelt hätte, wenn Saurons Macht sich durchsetzen hätte können. Ja, da hatte Electronic Arts schon ein heisses Eisen im Feuer und mit Pandemic auch ein Studio, welches mit Star Wars Battlefront ohnehin schon bewiesen hatte, wie man sehr gute Kost für Mehrspielerschlachten liefert.
Warum ist das Projekt dann so kläglich gescheitert? Lenken wir zunächst mal den
Blick auf die beiden Einzelspielerkampagnen. Zunächst auf Seiten der Guten, verteidigt ihr Helm's Klamm oder Minas Tirith, kämpft am Schwarzen Tor, am Turm von Sauron oder am Schicksalsberg. Habt ihr die lose aneinander gereihten Missionen absolviert, dürft ihr auf Seiten von Saurons Armee die Örtlichkeiten nochmals besuchen. Wenn sich euch in der ersten Kampagne dutzende von Uruk-Hais entgegenstürzen, kommt auch waschechte Atmosphäre auf, wenngleich die Kämpfe oft zu einfach ablaufen. Erst, wenn ein Zwischengegner, etwa ein Ork-Anführer, mit ins Geschehen eingreift, wird es etwas dramatischer.
Grundsätzlich bestehen beide Parteien aus vier Grundklassen. Als Nahkämpfer mit Axt und Schwert, Bogenschütze, Späher oder Magier seid ihr unterwegs in den Gefechten. Je nach Spielsituationen eignen sich mal Fernkämpfer mehr oder die derben Schläger. An definierten Flaggenpunkten könnt ihr eure Klasse jederzeit wechseln, um auf neu entstehende Situationen besser reagieren zu können. Jeder der Klassen verfügt über ein paar Grundattacken, sowie über Kombo-Optionen und Spezialfähigkeiten, mit denen ihr euch eurer Haut erwehren könnt. Die speziellen Angriffe und Kombos kosten jedoch Energievorrat, den ihr vorwiegend mühsam mit dem Erledigen von Feinden wieder auffrischt. Denn getötete Einheiten hinterlassen Energie, die ihr einfach aufsammelt und euch direkt einverleibt.
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