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Alice - Madness Returns: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Skurril und kurios

Nichtsdestoweniger braucht man sich um die Stimmung in Alice - Madness Returns keine Sorgen zu machen. Die Spielwelt ist dermassen passend zur Szenerie ausgefallen, dass sich die entsprechende Atmosphäre von ganz allein einstellt. Nichts ist da, wo man es erwarten würde. Mal skurril, mal kurios und selten mit normalen Attributen zu beschreiben: Der Spieler bewegt sich durch Eiswelten, hüpft an riesigen Teekannen vorbei oder springt über gigantische Uhrwerke. Hier haben sich die Macher wirklich alle Mühe gegeben, um eine abgedrehte Spielwelt zu gestalten. Ein weiterer Punkt, der die Stimmung ebenfalls am Leben erhält, besteht in der akustischen Untermalung. Abgesehen von der erwähnten Synchronisation, werden an dieser Stelle abwechslungsreiche Klänge durch die Gehörgänge geblasen. Leise Klaviernoten, düstere Geigen und pompöse Liedstücke bei Kämpfen sorgen für die passende klangliche Unterstützung. Schön wäre es gewesen, wenn man dieses Lob auch für die technische Seite der Medaille aussprechen könnte. Mit aktuellen Konkurrenztiteln kann Alice - Madness Returns leider zu keiner Zeit mithalten. Matschige Texturen, die erst spät nachladen, und zum Teil nervige Ruckler trüben den optischen Eindruck. Bis auf einige Animationen, wie zum Beispiel die der Haare von Alice im Wind, wirken die Bewegungen eher plump und veraltet. Aus den zum Teil bunten und sehr düsteren Arealen hätte man in Hinblick auf die Grafik definitiv mehr herausholen können.



Gesprungen wird immer!

Letztlich kommt es aber weniger auf die Technik an, sondern vielmehr auf das Gameplay, und genau das präsentiert sich bei Alice - Madness Returns eher durchwachsen. Ein nettes Feature besteht in der Möglichkeit, sich auf Knopfdruck in Miniaturgrösse zu schrumpfen. Damit kann Alice durch winzig kleine Gänge gehen, durch die sie sonst nie hindurchpassen würde. In der Schrumpfansicht hat sie aber auch noch weitere Fähigkeiten. So erkennt sie unsichtbare Brücken und Hinweise, die Alice zum Beispiel zu einem gesuchten Gegenstand oder einem geheimen Weg führen.

Vor allem die Tatsache, dass die unsichtbaren Objekte verblassen, sobald sie wieder in der normalen Grösse ist, erscheint nett. Damit erhöht sich die Schwierigkeit bei den Sprungpassagen, mit denen man im Spiel wohl die meiste Zeit verbringt. Dabei beweist Alice - Madness Returns typische Plattformer-Elemente. Der Spieler hopst von einer zur anderen Ebene, muss das Timing abstimmen, um nicht von sich bewegenden Steinen zerdrückt zu werden, und schwebt mittels Doppelsprung von Plattform zu Plattform. Es zeigen sich aber auch einige Anleihen von anderen Videospielen. Die Rutschpartien, in denen man sich auf der Bahn halten muss, erinnern stark an die alten Zeiten von Mario 64. Letztlich sind die Sprungpassagen alles in allem mehr als solide ausgefallen. Sie sind selten unfair und bringen auch nach einiger Zeit noch Spass.

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Daniel Dyba am 27 Jun 2011 @ 14:34
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