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Die Steuerungsmöglichkeiten sind auch ohne Zappelkomponenten der Wiimote ziemlich vielschichtig. Die Fernbedienung kann mit dem Nunchuk gekoppelt, quer ohne den Joystick-Zusatz in die Hände genommen oder mit dem Classic Controller gespielt werden. Natürlich passt auch der Einsatz des GameCube-Joypads. Trotzdem bewegen sich Jill und Chris reichlich behäbig durch die Szenerie. Obendrein verhalten sich die beiden Hauptdarsteller recht störrisch, wenn sie auf die Befehle der Spielerdaumen gehorchen sollen. Im Jahre 2009 ist man es einfach nicht mehr gewohnt, dass die Spielfiguren langsam und gemütlich durch die Räume wandern, die Kamera nicht den Bewegungen dynamisch folgt, sondern starr aus einem bestimmten Winkel das Geschehen beobachtet.
Dadurch kann man aber auch nicht um die Ecke lugen, um schon einmal abzuschätzen, ob sich dahinter etwas Bösartiges versteckt. Durch die starren Beobachtungswinkel ist der Spieler dem Skript hilflos ausgeliefert und muss das Beste hoffen. Dass dadurch der Spannungslevel noch einmal ein paar Punkte höher gestellt wird, kann man sich bestimmt vorstellen. Bei allzu zart besaiteten Naturen werden sich zweifellos Schweissausbrüche einstellen, zumal die Musik einen bedrohlichen Hintergrund aus sinistren Geräuschen zurechtzimmert. Das Grauen im Herrenhaus scheint durch diese Stilmittel omnipräsent zu sein und kann auch in dieser Neuauflage eine Wiederbelebung der Unbehaglichkeit garantieren.
Die Grafik wurde bereits für den GameCube einem kräftigen Frühjahrsputz unterzogen. Auch wenn diese Version schon sieben Jahre alt ist, macht das Rerelease auch auf der Wii eine verdammt gute Figur. Ein paar geringfügige Verbesserungen hat das Programmiererteam dann doch eingebaut. Lässt man das Kantenflimmern der Spielfiguren einmal ausser Acht, so beeindruckt dieser in die Jahre gekommene Titel nach wie vor durch seine schöne Optik. Auch die Zwischensequenzen begeistern wie vor einigen Jahren, als die Neuauflage auf den Nintendo-Würfel gehievt wurde. Hier wurden keine halben Sachen neu aufgewärmt, sondern eine reife Leistung für die damalige Zeit vollbracht - und überraschenderweise sind die gerenderten Filmchen auch eine Konsolengeneration später immer noch von hoher Qualität.
Inhaltlich bleibt natürlich alles beim Alten. Die Rätsel wurden nicht noch einmal einer weiteren Tiefenbehandlung unterzogen. Eine verschobene Statue hier, ein ungewöhnlicher Schlüssel da, oder wiederum ein an der richtigen Stelle platziertes Objekt, und schon erschliessen sich dem Spieler neue Räume oder Gewölbe. Auch dort müssen weitere Denksportaufgaben gemeistert werden, die zwar nicht vor Anspruch strotzen, aber zumindest auf Trab halten. Meistens müssen Jill oder Chris einige weite Strecken zurücklegen, um des Rätsels Lösung wieder ein Stückchen näher zu kommen. An jeder Ecke könnte aber wieder ein Untoter, ein riesiges Mutanteninsekt oder irgendein anderes fieses Monster aus dem Umbrella-Labor lauern, was die Atmosphäre niemals auf beruhigendes Niveau herabsenkt. |
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