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Guitar Hero Live: Special - Retrospektive

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Einmal zur Hölle und zurück? Die Guitar-Hero-Serie hat wie kaum eine andere Spielreihe die späten 2000er-Jahre geprägt und begrub sich dann selbst. Nach einer fast fünfjährigen Abstinenz feiert sie mit Guitar Hero Live nicht nur ein Comeback, sondern auch das zehnjährige Jubiläum. Höchste Zeit also, auf die Reihe zurückzublicken.

Gitarren-Freaks

Die Geschichte von Guitar Hero fängt erstaunlicherweise in Japan an. Dort nämlich revolutionierte 1998 ein Spiel namens Guitar Freaks die Arcade-Landschaft. Im Zusammenspiel mit einem Plastiknachbau einer E-Gitarre konnte man dort rhythmisch zu Pop-Liedern sein virtuelles Gitarrentalent ausleben, ohne wirklich eine Sechssaiter spielen zu können. Das Spiel von Bemani und Konami wurde kurzerhand auch auf Heimkonsolen wie die PlayStation portiert und erfreut sich noch heute einer hohen Beliebtheit im Land der aufgehenden Sonne. Im Westen dagegen konnten die Freaks bisher noch keinen Fuß auf den Boden setzen.

Guitar Hero Live
Guitar Freaks gilt als Vorlage für Guitar Hero

Das allerdings übernahmen dann die Entwickler von RedOctane. Der Hersteller war zuvor bereits durch Tanzmatten und vor allem durch In The Groove, ein Spiel ähnlich wie Dance Revolution, aufgefallen. RedOctane hatte also genügend Erfahrung, was Musikspiele und eigene Hardware betrifft. Alleine wollte man sich allerdings nicht an die Formel wagen, weshalb man Harmonix einlud, an der Software mitzuwirken. Harmonix war in dem Bereich ebenfalls kein unbekannter Name und konnte Erfahrungen mit Karaoke Revolution sammeln.

Das Team konnte schnell Fortschritte erzielen und so erschien 2005 schließlich Guitar Hero ausschließlich für die PlayStation 2. Mit der Veröffentlichung des Spiels erschien auch der erste Plastik-Controller. Die Nachbildung der berühmten Gibson SG, die unter anderem als die Haus- und Hofgitarre von AC/DCs Lead-Gitarristen Angus Young bekannt wurde, enthält fünf Knöpfe am Gitarrenbrett und einen Zwei-Wege-Schalter, mit dem es möglich gemacht wurde, auch einen Wechselschlag abzubilden. Doch damit nicht genug: Durch den Tremolohebel und einen Neigungssensor konnte man der eigenen Performance seine eigene Note geben, die von Guitar Hero auch belohnt wurde. Während der Controller bei RedOctane noch in der Entwicklung war, hat man bei Harmonix im Übrigen ironischerweise eine Guitar-Freaks-Plastikgitarre zum Testen benutzt. Erst später konnte man auf einen Prototypen zurückgreifen, um auch alle Feinheiten in das Spiel zu integrieren. (Siehe Inside Game Design, Laurence King, pp. 69-79)

Guitar Hero Live
Das Original-Paket: Guitar Hero mit Gitarre für die PlayStation 2

Guitar Hero Live
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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 23 Okt 2015 @ 15:18
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