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Life is Strange: Special

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Mit seinem zweiten Werk schlägt das französische Studio DONTNOD Entertainment einen völlig anderen Weg ein. Nach dem Versuch, mit Remember Me einen AAA-Multiplattformtitel zu produzieren, soll nun ein episodisch erzähltes, interaktives Abenteuer im Telltale-Stil überzeugen. Life is Strange macht dabei schon mit der ersten Episode einiges richtig und überzeugt durch Charakter und Inszenierung.

Kleinere Brötchen?

Das Studio DONTNOD Entertainment hat in seiner jungen Geschichte schon viel miterleben müssen. Nach der Gründung 2008 musste es hilflos zusehen, wie sein PS3-exklusiver Titel Adrift von Sony eingestampft wurde. Dank Capcom konnte der Titel fünf lange Jahre später dann unter dem Namen Remember Me für alle gängigen Plattformen veröffentlicht werden. Doch das durchaus unterhaltsame Action-Adventure (GBase-Wertung 7.5) floppte, und bald sah sich DONTNOD Entertainment in finanziellen Schwierigkeiten, die fast zur Pleite führten.

Nun meldet man sich mit einem episodischen Abenteuer mit dem Namen Life is Strange zurück, und alles wirkt ein wenig kleiner. Statt eines AAA-Action-Titels gibt es ein exklusives Download-Adventure in Telltale-Manier. Die erste Episode zeigt, dass dieser Weg kein Rückschritt und durchaus zu begrüssen ist, denn die bereits in Remember Me vorhandenen Stärken von DONTNOD kommen in diesem Format noch mehr zur Geltung: Story, Inszenierung und starke Charaktere.

Life is Strange

Max und der Sand der Zeit

In Life is Strange übernehmt ihr die Rolle von Max, einer 18-jährigen, amerikanischen Fotografiestudentin, die gerade frisch aus der Grossstadt Seattle zurück in ihre kleine Kindheitsheimat Arcadia Bay in Oregon gezogen ist. Die schüchterne, introvertierte junge Frau ist durchaus clever und hofft, ihre eher glücklos verlaufene Schulzeit hinter sich zu lassen. Dass sie dabei aber nicht nur ein Talent für, grösstenteils analoge, Fotografie besitzt, zeigt sich bereits kurz nach den stimmungsvoll inszenierten ersten Minuten: Max entdeckt, dass sie in der Lage ist, die Zeit zurückzudrehen.

Wie ein berühmter persischer Prinz kann unsere Protagonistin eine bestimmte Zeit, meist bis zur letzten Aktion, in die Vergangenheit reisen und dann ihre Aktionen überdenken. Der Clou dabei: Max bleibt auf ihrer Position stehen, und Gegenstände, die sie in der Zeit aufgenommen hat, sowie das Wissen, was sie erlangt hat, behält sie. So kann Max sich in Gesprächen anders entscheiden oder aber gewisse Ereignisse beeinflussen. Das mildert zwar die stellenweise schwierigen Entscheidungen, was ihre kurzfristigen Konsequenzen betrifft, jedoch wird eure Wahl im späteren Verlauf und auch in den weiteren Episoden immer wieder Einfluss nehmen. Um den Entscheidungen weitere Signifikanz zu verleihen, speichert das Spiel ausschliesslich automatisch.

Life is Strange

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 29 Okt 2015 @ 12:59
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