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Rise of the Tomb Raider: Special - Retrospektive Teil 1

  Personal Computer Playstation 4 XBOX 360 Xbox one 

Lara Croft ist eine Ikone der Videospielindustrie. Kaum ein anderer Charakter hat auch außerhalb der klassischen Spielelandschaft einen so hohen Stellenwert wie die britische Archäologin. Ende des Monats erscheint ihr neues Abenteuer Rise of the Tomb Raider auch endlich für PC-Spieler. Ein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Serie eigentlich schon tot war. Wir blicken zurück.

Indy + Brüste = Lara Croft

Es war 1993, als die kleine britische Spieleschmiede Core Design darüber nachdachte, ein Spiel über einen Archäologen zu machen. Da die Chefetage aber Angst davor hatte, dass ein solcher Titel als Nachahmer der berühmten Lucasfilm-Filmserie Indiana Jones abgestempelt würde, entschied man sich, den Protagonisten etwas zu verändern. So entstand aus einem männlichen Platzhalter zunächst eine militärisch angehauchte Laura Cruz und schlussendlich die ladyhafte Lara Croft. Bevor aus dem Konzept allerdings ein fertiges Spiel wurde, sollten noch drei weitere Jahre vergehen.

Im Oktober 1996 erblickte dann das Spiel Tomb Raider das Licht der Spielewelt, und wie Rise of the Tomb Raider heute, war auch der erste Auftritt von Lara Croft zunächst exklusiv für nur eine Konsole, namentlich SEGAs Saturn, erhältlich. Allerdings lediglich 20 Tage, denn im November erschien das Spiel bereits sowohl für PC als auch für Sonys PlayStation. Eigentlich gar nicht als großer Titel geplant, explodierte das erste Abenteuer der Archäologin förmlich. Mit 7,5 Millionen verkauften Exemplaren wurde Lara quasi über Nacht zur Vorzeigeheldin der Spieleindustrie und damit zu einer der ersten großen weiblichen Pop-Ikonen der jungen Szene.

Rise of the Tomb Raider
Ohne Zopf und recht winklig: Tomb Raider

Kein Wunder, bot Tomb Raider doch für die Zeit atmosphärische Katakomben und Grabstätten in einer für damalige Verhältnisse hübschen 3D-Grafik, die zwar Laras Brüste wie ägyptische Pyramiden aussehen ließ, dafür aber butterweich über die Bildschirme flimmerte. Das vom Marketing suggerierte Sex-Appeal der Protagonistin tat ihr Übriges dazu und so wurde die Basis gelegt für einen wahnsinnigen Hype um einen digitalen Charakter.

Ein Popstar ist geboren

Dem zuvor etwas schwächelnden Publisher Eidos tat der überraschende Erfolg natürlich gut, sodass es kaum verwunderlich war, dass bereits ein Jahr später ein Nachfolger erscheinen sollte. Tomb Raider II konnte dabei – auch durch einen neuen Exklusivdeal mit Sony, der Lara Croft konsolenexklusiv an die PlayStation band – aus dem Vollen schöpfen und verfeinerte die Formel des Originals. Besseres Leveldesign, mehr Story-Elemente und eine aufpolierte grafische Darstellung sorgten für über acht Millionen Verkäufe weltweit. Lara Croft war endgültig ein Popstar, was sich auch in der Medienpräsenz des fiktiven Charakters auswirkte. Nicht nur gab es mittlerweile offizielle Models, die Core Designs Aushängeschild in die reale Welt transportierten, Lara wurde auch in diverse andere Medienarten exportiert. Im deutschsprachigen Raum ist der Gastauftritt im Die-Ärzte-Musikvideo für den Song "Ein Schwein namens Männer" wohl mit die bekannteste Erscheinung der Archäologin. Auch in diversen Printmedien fand die Croft ihr Publikum, so bleibt zum Beispiel das mehrseitige Poster in der PC Action vielen Spielern sehr lebhaft in Erinnerung.

Rise of the Tomb Raider
Lara und die Ärzte (Bildquelle)

Um diese Zeit herum erschien auch Laras erster Ausflug in die gezeichnete Welt. Das Comichaus Top Cow, das vor allem für Witchblade bekannt war, band die Grabräuberin in eben jene Serie ein und lieferte im Dezember 1997 ein erstes Tomb-Raider-Witchblade-Crossover. Ab 1999 bekam Lara Croft dann ihre eigene Serie, in der bis 2005 immerhin 50 Ausgaben erschienen. Mittlerweile sind die Comicrechte bei Dark Horse.

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 26 Jan 2016 @ 16:20
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