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Rise of the Tomb Raider: Special - Retrospektive Teil 3

  Personal Computer Playstation 4 XBOX 360 Xbox one 

Lara Croft wurde Ende der 1990er zu einer Ikone der Videospielgeschichte. Mit einer von Kritikern und Fans gleichermaßen gefeierten Serie auf Sonys PlayStation und dem PC griff die virtuelle Archäologin 2003 nach den Hollywood-Sternen. Doch der große Hype wich schnell der Ernüchterung und so fand sich Lara auf dem Boden der Tatsachen wieder.

Hallo Crystal Dynamics

Nach dem Angel-of-Darkness-Desaster und dem enttäuschenden zweiten Film musste die Tomb-Raider-Marke erst mal etwas Luft holen. Eidos entband Core Design von seinen Aufgaben und übergab Lara einem neuen Entwickler. Ein mutiger Schritt, denn immerhin wurde die Serie von Core Design aus dem Boden gestampft. Das amerikanische Studio Crystal Dynamics sollte sich fortan um die Belange von Lara Croft kümmern, was immerhin bis heute Bestand hat. Schon bevor man Tomb Raider übernahm, konnte der Entwickler bereits einiges an Erfahrung sammeln – Pandemonium, Gex und Legacy of Kain ließen erahnen, welches Talent in diesem Team steckt.

Rise of the Tomb Raider
Legacy-of-Kain-Entwickler Crystal Dynamics übernahm Lara 2003

Doch bevor man Laras Wiedergeburt spielen konnte, sollten noch drei Jahre vergehen. Wie bereits bei Angel of Darkness musste man dabei auch den ursprünglichen Termin 2005 verschieben, sodass Tomb Raider: Legend erst am 7. April 2006 erschien. Dafür schaffte es der Titel auch auf den GameCube und damit zum ersten Mal auf eine Nintendo-Heimkonsole. Darüber hinaus gab es neben einer PSP-Version auch einen HD-Auftritt auf Microsofts Xbox 360. Kurios: Nicht bestätigten Gerüchten zufolge soll es das Render-Intro aufgrund eines zu kleinen Bildschirms beim Mastering nicht auf die Original-Xbox geschafft haben.

Mit einer deutlich besseren, weil nicht mehr rasterbasierten Steuerung und einer brandneuen, dynamischeren Grafik-Engine konnte Tomb Raider: Legend dann auch tatsächlich überzeugen. Vergessen waren das Fehlerdesaster aus dem Vorgänger und das schrecklich altmodische Kontrollschema. Lara ließ sich butterweich und den modernen Ansprüchen entsprechend steuern.

Rise of the Tomb Raider
Schöner, flüssiger und vor allem fehlerfrei: Tomb Raider: Legend

Nicht nur technisch machte Tomb Raider: Legend einen modernen Eindruck, auch das Gameplay passte man an. Das Abenteuer wirkte etwas actionreicher, cineastischer, dafür aber auch deutlich linearer. Insbesondere die kleineren Levels sorgten für Unzufriedenheit bei klassischen Tomb-Raider-Fans. Dafür gab es mit dem Magnethaken ein cooles neues Gadget, mit dem sich die athletische Archäologin über Klippen hinweghangeln konnte. Insgesamt waren wir überzeugt von Laras Neustart und vergaben immerhin 8.5 Punkte. Dem Publikum ging es ähnlich, und so konnten knapp vier Millionen Exemplare verkauft werden. Legend wurde damit also zum erfolgreichen Grundstein für zwei weitere neue Tomb-Raider-Teile.

Zurück und in die Unterwelt

Bevor es für Lara weiterging, stand aber ein Blick in die eigene Vergangenheit aus, immerhin war Tomb Raider mittlerweile schon zehn Jahre alt geworden und das allererste Abenteuer nicht gut gealtert. Daher bastelte man bei Crystal Dynamics zunächst an Tomb Raider: Anniversary, einem Remake des ersten Teils. Zu dieser Version ist es aber beinahe gar nicht gekommen. 2006, noch vor der Veröffentlichung von Tomb Raider: Legend, erschien nämlich ein Trailer einer PSP-Version des Remakes. Der Clou: Das Spiel wurde von Core Design entwickelt, in der Hoffnung, dass man noch mal die eigene Serie zurückerobern könne. Eidos zog aber schnell den Stecker und gab die Entwicklung vollständig an Crystal Dynamics ab.

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 28 Jan 2016 @ 15:10
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