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Wadjet Eye Games: Exklusives Interview mit Dave Gilbert

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Mit der Blackwell-Reihe, Technobabylon, Gemini Rue und Resonance hat Wadjet Eye Games sich einen ordentlichen Namen in der Spielebranche erarbeitet. Das unabhängige Studio aus Brooklyn steht für herausfordernde und gut inszenierte Point-and-Click-Adventures im Pixelstil mit unverbrauchten Szenarien und Themen. Wir haben nach der Veröffentlichung von Blackwell Epiphany ein paar Worte mit Dave Gilbert wechseln können, um über den Abschluss der Serie, die alles gestartet hat, die Unterschiede zum Gründungsjahr 2006 und die Herausforderung bei der Betreuung externer Projekte zu sprechen.

Wadjet Eye Games

Du hast dich dazu entschlossen, die Ereignisse aus Blackwell Deception nicht direkt fortzusetzen und hast stattdessen eine kleinere, wesentlich lokaler angesiedelte Geschichte für das Ende der Serie vorgesehen. Warum wurde die Verschwörung um Gavin, die in Deception angedeutet wurde, wieder fallen gelassen?
Zum größten Teil, weil es dasselbe gewesen wäre. Die spirituellen Vampire hatten eine bestimmte Kraft, und sie haben diese in Deception genutzt. Im Laufe der Geschichte hast du den Opfern dieser Macht geholfen und die Menschen daran gehindert, diese auszunutzen. Das in Epiphany zurückzubringen, hätte bedeutet, dass du wieder genau dasselbe machen müsstest. Ich habe früh im Designprozess realisiert, dass das nicht funktionieren kann. Zumindest nicht in der Art und Weise, wie ich es gerne gehabt hätte. Daher habe ich diese Idee fallen gelassen und mich auf die interessanten Sachen konzentriert.

Blackwell Epiphany endet auf eine tragische Art und Weise und hinterlässt eine Welt, in der noch so viele Geschichten stecken. Werden wir Joey wiedersehen oder findest du es interessanter, dieselbe Welt aus einer ganz anderen Perspektive oder gar in einem anderen Ort zu erforschen?
Ich plane auch weiterhin, Spiele in New York spielen zu lassen (man schreibt, worüber man sich auskennt!). Wenn wir Joey aber wiedersehen sollten, dann nicht als Hauptcharakter.

Die Serie hebt einige reelle Orte hervor. Hast du deine Umgebung für die Spiele erforscht oder mehr oder weniger Teile deines Lebens integriert?
Es ist kein Zufall, dass die meisten reellen Orte in der Blackwell-Serie ungefähr nur fünf Minuten Fußweg von meiner alten Wohnung entfernt sind. Washington Square Park, Grace Church, The Minetta Tavern, Grace School und die High Line sind alle fußläufig zu erreichen. Andere Orte wie der Roosevelt-Island-Leuchtturm, die Gothic-Brücke, der Greenwood-Friedhof sind Plätze, die ich sehr gerne besucht habe.

Wie geht es Nishanti und Moti? Und was macht Joey eigentlich ohne Unterlagen?
Wenn man bedenkt, was Rosa mit Moti in Legacy getan hat, dann ist Moti wahrscheinlich vor allem erleichtert. Wegen Joey: Es bringt mich immer wieder zum Lachen, dass die erste Reaktion von allen Leuten auf Joeys Wiederbelebung die Sorge ist, dass er sich doch nicht identifizieren könne. Als ob das nicht besser wäre als, du weißt schon, TOT ZU SEIN!

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 14 Okt 2015 @ 19:42
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