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Dies und das: Zu viele Spiele, zu wenig Zeit - Special

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Ständig erscheinen neue Spiele: Zum Weihnachtsgeschäft AAA-Spiele, in den ruhigeren Monaten die Indie-Titel. Drei Konsolen, ein PC, der stärker ist als je zuvor, und jede Menge Entwickler. Dabei fällt auch auf: Die Menge an unterhaltsamen Werken steigt, die Retrowelle spült ältere Spiele zurück in unser Gewissen, und selbst richtig schlechte Titel können mit einem gewissen Trashfaktor einen Platz in unserem Herzen finden. Doch wann sollen wir diese Masse überhaupt spielen? Eine zentrale Frage unserer nicht mehr ganz so jungen Szene, deren Antwort noch gefunden werden muss.

Was spiele ich denn heute?

Eine typische Situation im Hause Nordsiek: Da hat man endlich wieder Zeit, ein Videospiel anzufangen und dann muss man sich entscheiden. Was spiele ich heute? Nein, nicht schon wieder Titel A, den spiele ich immer. Titel B? Der soll voll die tolle Geschichte haben! Da bin ich aber gerade nicht offen genug für. Was ist mit Titel C? Der ist ein Komplexitätsmonster, da kann ich bestimmt 100 Stunden reininvestieren! Aber bevor ich durch das Gameplay steige, vergehen schon wieder Stunden, und wer weiß, ob ich das Spielprinzip überhaupt gut finde? Dann doch lieber wieder FIFA. Das ist Fußball, das kennt man, da kann man nicht viel falschmachen.
Während also das Wochenende doch wieder mit denselben Titeln gefüllt wird, füllt sich meine Steam-Bibliothek weiterhin mit Spielen, die ich maximal zwei Stunden gespielt habe. Von den grau unterlegten Namen, die ich noch nie installiert habe, will ich gar nicht erst anfangen. Eine Situation, die wahrscheinlich viele von euch kennen: Es gibt einfach zu viele Spiele und zu wenig Zeit. Dabei machen wir es uns letztlich sogar noch schwerer, wenn wir ewig darüber nachdenken, was man denn wann spielen könnte, damit man bloß nicht enttäuscht wird.

Retro trifft Moderne trifft Indie

Auch die Personen, die keine Entscheidungsschwierigkeiten haben, haben sicherlich schon mal vor solch einer Situation gestanden: Bald erscheint Mirror's Edge: Catalyst, das wird aufregend. Mirror's Edge war doch damals ein echter Hit bei den Kritikern, überall wurde es gelobt und auch ich war begeistert von der frischen Interpretation von Jump and Run und First-Person-Action. Da freue ich mich drauf. Doch bevor EA und DICE die Neuinterpretation auf den Markt werfen, will ich unbedingt das Original noch mal durchspielen, damit ich auch einen echten Vergleich habe, wie sich die Neuauflage schlägt. Gleichzeitig hat mir ein Kollege gerade noch Rocket League nahegelegt, einen Indie-Titel, der viel Spass verspricht. Puh, dabei will ich doch eigentlich nur Wing Commander spielen und Final Fantasy IX endlich fertig kriegen. Oh, ein Humble Bundle!

Dies und das
Die Retro-Bewegung macht es auch nicht gerade einfacher, sich für einen Titel zu entscheiden.

Es ist schwierig, die gesamte Szene zu überblicken. Fast 27.000 Applikationen tummeln sich laut steamdb.info bei Valves Distributionsplattform und warten darauf, von uns allen entdeckt zu werden. Dazu kommen diverse Titel, die exklusiv bei anderen Plattformen zur Verfügung stehen, und die Retrowelle, die alte Spieler wieder an die Oberfläche spült. Wann soll man die Zeit finden, diesen ganzen Spielen die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen? Wenn man jede Applikation bei Steam nur eine Stunde spielen würde, müsste man knapp drei Jahre lang ohne Pause spielen, um die Bibliothek nach dem heutigen Stand kennenzulernen. Steam bietet erst seit knapp zehn Jahren Spiele von anderen Distributoren an, bei einem – eher unwahrscheinlichen – linearen Wachstum dürfte man in drei Jahren also knapp 9.000 weitere, neue und alte Werke entdecken. Also wieder ein Jahr ohne Pause spielen.

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Patrik Nordsiek

 
Patrik Nordsiek am 26 Sep 2015 @ 13:23
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