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Gamehotel: Soirée 2009 Reportage

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Dem Indie-Spirit auf der Spur

Die nächste Frage im Battle of Ideas befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen Videospielen und sozialen Netzwerken. Einleuchtend demonstrierte dabei die Indie-Seite des Wettbewerbs, dass sich eine genaue Grenze schon lange nicht mehr ziehen lässt. Denn was seien Plattformen wie FaceBook und Twitter im Grunde anderes als Spiele im übertragenen Sinne? Statt um Punktezahlen kämpfen die User hier eben um Followers und stellen sich in ihren Profilen spielerisch dar. Nach der optischen Wucht von Alan Wake war dann der unabhängige Spieldesigner Marten Brüggemann an der Reihe und demonstrierte dem Publikum Fret Nice, ein Jump 'n' Run, das Gebrauch von den aus Guitar Hero und Rock Band bekannten Gitarren-Controllern macht. Dabei steuert man seine eigens kreierte Spielfigur mittels Saitenanschlägen durch die Levels und attackiert Gegner mit saftigen Riffs. Selbst die Kippfunktion des Controllers wird in einer Szene zur Beschleunigung ausgenutzt. Klingt thematisch wie Brütal Legend, sieht aber wesentlich putziger aus und strahlt nur so vor Indie-Charme. Was der Titel an bombastischen Effekten einspart, wird mit Originalität wieder wett gemacht.

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Nicht minder originell kam auch das nächste Spiel im Programm daher. Alex Amsel vom englischen Studio Tuna Technologies präsentierte mit Cletus Clay einen Titel, dessen Spielwelt vollständig aus Knetmodellen besteht. Jedes grafische Element wurde erst in mühseliger Handarbeit geformt und dann digital ins Spiel integriert. Kein Wunder, dass die Fans von Stop Motion-Filmen à la Wallace & Gromit hier aufhorchten. Wie uns Amsel später im Interview verriet, orientiert sich der Plattformer spielerisch stark an den Arcade-Spielen des japanischen Studios Treasure (Ikaruga, Gunstar Heroes, Radiant Silvergun), das besonders für seine 2D-Action-Perlen bekannt ist. Simpler und intuitiver Spielspass steht im Zentrum, wobei natürlich auch ein Zweispielermodus nicht fehlen darf. Die Animationen sehen durchaus gelungen aus: Wenn da zwei Männchen aus Knete über den Bildschirm hüpfen und flotte Bluegrass-Musik dazu läuft, sind Lacher vorprogrammiert. Nimm das, Unreal-Engine 3!

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Ettore Trento am 30 Okt 2009 @ 13:38
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