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Dragon Quest IX - Hüter des Himmels: Review

  Nintendo Dual Screen 

Aber was gibt es nun zu tun? Eigentlich ist es die übliche Genrekost, denn es müssen Aufträge für nicht spielbare Personen erfüllt und somit der Geschichte gefolgt werden. Aufgelockert wird das alles mit den obligatorischen Kämpfen, die zum Glück nicht immer vorbestimmt sind. Nur wirklich wichtige Schlachten sollen überstanden werden. Ansonsten ist es ohne Weiteres möglich, Auseinandersetzungen zu umgehen, indem man zum Beispiel um Feinde herumläuft. Allerdings provozieren manche Fieslinge ein Aufeinandertreffen. Eine Ausnahme ist das Segeln mit dem Schiff, hier gibt es dann doch stressigere Zufallskämpfe.

Kämpfe und mehr

Die Kämpfe sind rundenbasiert, was bedeutet: Gegner und Spieler wechseln sich ab, in aller Ruhe kann man Befehle erteilen. Von Zeit zu Zeit ist der Hauptdarsteller alleine unterwegs, oft wird er von Freunden begleitet, die ihm zur Seite stehen. Auch diesen muss man fast immer sagen, was sie zu tun haben, also zum Beispiel attackieren oder Zauber wirken. Das ist konventionell und wenig überraschend. Vor allem für Experimentierwütige viel interessanter sind dagegen die zwölf verschiedenen Klassen, von denen die Hälfte erst im späteren Verlauf zur Verfügung steht. Diese unterscheiden sich teils gravierend voneinander. Der eine legt halt Wert auf Kampfkunst, der andere auf Magie. Der Clou ist, dass man die Klasse des aktuellen Charakters mitten im Spiel wechseln darf. Hier verliert man nur die Attributwerte, nicht aber die Talentpunkte, die man bei einem sonst automatischen Stufenaufstieg verdient und den besonderen Fähigkeiten wie dem Schwingen von Peitschen oder dem Nutzen von Schwertern zugeordnet hat. Dies führt im besten Fall zum Verschmelzen mehrerer Klassen und damit zu einem Helden, der enorm mächtig oder vielseitig einsetzbar ist.

Wer darauf keine Lust hat, kann natürlich ganz normal seine Figur bis zu Stufe 100 ausbauen und sich an der sehr umfangreichen Hauptkampagne oder den 120 Nebenaufträgen erfreuen. Spätestens wenn man einmal damit begonnen hat, ein wenig mit den Attributen und den Charakterklassen herumzuspielen, ist die Motivation sehr gross, alles einmal auszuprobieren und sich keinen Kampf entgehen zu lassen. Schliesslich winken so die wichtigen Erfahrungs- sowie Talentpunkte. Diese Tatsache sollte man nicht unterschätzen, denn wer sich darauf einlässt, betrachtet Dragon Quest IX mit ganz anderen Augen und ist dazu angehalten, den Titel nicht einfach schnellstmöglich zu beenden. Ausserdem: Die sechs anderen Charakterklassen wollen ja auch gefunden werden...

Neuartiger Mehrspielermodus

Dragon Quest IX verfügt sogar über einen reizvollen Mehrspielermodus. Ab einem bestimmten Punkt können Freunde in eine Taverne eingeladen werden, fortan dürfen sie einen beim Kämpfen unterstützen, wenn sie ebenfalls über ein Modul verfügen. Maximal vier Teilnehmer können der eigenen Party beitreten. Schade ist hier nur, dass auf Online-Funktionen verzichtet wurde. Somit müssen die Kumpels beisammensitzen, was bei einem sehr umfangreichen Rollenspiel mit Fokus auf Solisten nicht optimal ist.

Dragon Quest IX - Hüter des Himmels
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Sven Wernicke am 16 Aug 2010 @ 15:25
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