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Spore: Review
Das Spielsystem an sich ist recht simpel gehalten. Im Prinzip muss der Spieler nur die Lebenspunkte, die Intelligenz und die Energie im Auge behalten, damit die Kreatur in der harten Natur überleben kann. Damit die Kreatur auch immer stärker wird, begibt man sich auf Erkundungstour, sammelt Nahrung und erfüllt Aufträge. Man bewegt die Figur mit dem Steuerkreuz oder durch Aufsetzen des Stylus. Die Interaktion mit Kreaturen erfolgt durch Antippen, wodurch ein kleines Menü geöffnet wird. Um sich mit den anderen Rassen anzufreunden, kann man diese rufen. Wird der Laut erwidert, muss man mit ihnen tanzen und sie knuddeln. Dies erfolgt durch ein kleines Rhythmus-Minispiel.
Befreundete Kreaturen kann man auch zum Folgen auffordern, ihnen Geschenke oder Nahrung anbieten. Kommt es zum Kampf mit Feinden, so wird dieser mit schnellen Strichen über den Touchscreen durchgeführt. Dabei ist leider wenig Taktik gefragt, vielmehr versucht man, möglichst schnell und stetig anzugreifen. Viele Feinde sind zu Beginn viel zu stark für die eigene Kreatur und schicken diese ins Nest zurück. Was folgt, ist die Suche nach stärkeren Körperteilen, bevor der Kampf erneut geführt wird. Zur Unterstützung kann man sich sogenannter Biokräfte bedienen, die Energie abziehen, dafür aber den Angriff verstärken. Dazu gehört ein Blätterwirbel oder auch die Flammendüse. Ist man unterlegen, bietet sich ein taktischer Rückzug an. Die Kreatur kann sich in den Boden buddeln und kommt im eigenen sicheren Nest wieder zum Vorschein.
Dass es sich bei Spore für den Nintendo DS um eine abgespeckte Miniversion des grossen PC-Bruders handelt, dürfte mittlerweile angekommen sein. Aufgrund der Tatsache, dass der Handheld technisch nicht mit den schnellen Rechnern mithalten kann, mussten die Entwickler eine Lösung finden, wie man das Spielprinzip dennoch sinnvoll umsetzen könnte. Sofort springt ins Auge, dass man im optischen Bereich bereits einige Kompromisse eingehen musste. Weg von der Dreidimensionalität hin zu flachen Papierschnipseln. Die Grafik ist dementsprechend als eigenwillig zu bezeichnen und lässt, gerade mit Blick auf die PC-Version, nicht nur einigen Detailreichtum, sondern auch einen gewissen Charme vermissen.
Man kann nicht behaupten, dass die Papier-Spores nicht niedlich wären, aber diesen besonderen Mix zwischen Fantasie und Realität, welcher auf dem PC in einer gesunden Portion Emotionalität und Identifikation gegenüber den Kreaturen mündete, ist auf dem DS nicht zu finden. Die einfachen Formen mit einer zweckdienlichen, aber wenig spektakulären Grafik beschränken sich nicht nur auf die Kreaturen, sondern erstrecken sich auch auf die Planeten und die Objekte. Dies hier als besonders negativ zu bewerten, wäre nicht ganz fair, aber es gilt festzuhalten, dass die Handheld-Version mit einer etwas klumpigen zweidimensionalen Kreaturen-Optik aufwartet, die dementsprechend auch Beschränkungen in der Kreaturen-Gestaltung bewirkt. |
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