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Soul Bubbles: Review

  Nintendo Dual Screen 

Wasser, Feuer, Luft und Erde

Soul Bubbles ist im Kern ein physikbasiertes Spiel und erinnert nicht zuletzt deshalb in vielerlei Hinsicht an LocoRoco für die PlayStation Portable. Eure selbstgezeichneten Blasen halten sich, ähnlich wie der Blob aus besagtem PSP-Titel, an physikalische Gesetze und verformen sich jeweils der Spielumgebung entsprechend. Im Gegensatz zur Konkurrenz verlaufen die Levels von Soul Bubbles aber nicht linear, sondern zweigen vielerorts in andere Level-Abschnitte und versteckte Bereiche ab. Wer in einem Spielabschnitt den gesamten Sternenstaub und die so genannten Calabash-Früchte, die Sammelobjekte im Soul Bubbles-Universum, finden möchte, muss sich auf ausgedehnte Erkundungstouren machen. Überraschenderweise ist genau dieses nicht-lineare Leveldesign einer der Schwachpunkte des Spiels. Während der Spielfluss bei einem LocoRoco selten gebremst wird, müssen sich Punktejäger hier des Öfteren neu orientieren und mehrfach denselben Weg zurücklegen. Da ist auch die Minikarte auf dem oberen Bildschirm des Handhelds keine allzu grosse Hilfe.

Nichtsdestotrotz hat es das offene Leveldesign den Entwicklern des Spiels erlaubt, einige gut durchdachte und unterhaltsame Rätsel ins Spiel zu implementieren. Die drei Masken, von denen euer Protagonist im Spiel Gebrauch machen kann, kommen in klug gestalteten kleinen Aufgaben zum Einsatz. So müsst ihr etwa Blasen mit Wasser füllen, um ein Feuer zu löschen, oder einen explodierenden Gegner rechtzeitig gegen einen Felsbrocken pusten, um letzteren aus dem Weg zu räumen. Hier wird die Verspieltheit der Entwickler deutlich; das Team um Soul Bubbles hatte sichtlich Freude bei der Entwicklung des Spiels und diese wirkt sich merklich positiv auf das Spielgefühl aus. Überhaupt hat das Spiel etwas Entspannendes an sich und dürfte damit Gelegenheitsspielern und Highscore-hungrigen Punktejägern gleichermassen zusagen.

Ästhetik der Einfachheit

Nicht nur spielerisch stützt sich Soul Bubbles auf japanische Minimalästhetik, auch technisch wird dieses Konzept konsequent verfolgt. Während ihr eure Blase durch die 40 Levels des Spiels dirigiert, zieht ihr an den verschiedensten, mal etwas detaillierter, mal etwas trister geratenen Hintergründen vorbei. Auch wenn dem Spiel etwas mehr optische Abwechslung vielleicht gut getan hätte, passen die Grafiken ins Konzept und unterstreichen den meditativen Charakter des Spielgeschehens. Selbiges trifft auch auf die Musikkulisse des Titels zu, welche zu grossen Teilen aus Trommelklängen und atmosphärischen Geräuschen besteht.

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Ettore Trento am 27 Jun 2008 @ 12:21
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