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Flower, Sun and Rain: Review
Im Jahr 2001 wurde in Japan das Spiel "Flower, Sun and Rain" veröffentlicht. Erst viele Jahre später erscheint eine Umsetzung für den Nintendo DS. Kann der Titel von Entwickler Gichi Suda alias Suda51 auch satte sieben Jahre nach der Erstveröffentlichung auf dem Handheld noch begeistern?
Ihr übernehmt die Kontrolle über Sumio Mondo, einem so genannten Sucher. Seine Aufgabe ist es, Objekte und Menschen zu finden, was sich zunächst sehr einfach anhört. Begleitet wird er von Catherine, einem Entschlüsselungssystem in der praktischen Form eines Aktenkoffers. So weit, so abgedreht bisher? Es wird noch derber: Sumio erhält den Auftrag, eine Bombe an Bord eines Flugzeuges zu finden und somit viele Menschenleben noch rechtzeitig zu retten. Dafür begibt er sich auf die Insel Lospass und checkt im Hotel "Flower, Sun and Rain" ein. Merkwürdige Dinge passieren, Sumio trifft gespensterhafte Wesen in einer Art Zwischenwelt, die Bombe explodiert und doch scheint am nächsten Morgen gar nichts passiert zu sein. Was geht hier vor sich?
Genau das sollt ihr im Spiel herausfinden. Zunächst haltet ihr euch nur im Hotel auf und geht verschiedenen Aufgaben nach, die ihr von abstrusen Gestalten erhaltet. Ein verrückter Ringer verlangt nach eurer Hilfe, eine angetrunkene Dame benötigt Unterstützung und Sumio sucht unterdessen nach weiteren Hinweisen, in was für ein Abenteuer er hier eigentlich geraten ist. Dafür gilt es, allerhand Gespräche mit den anderen Charakteren zu führen. Ja, "Flower, Sun and Rain" ist ungemein textintensiv, es gibt sehr viel zu lesen, denn in der meisten Zeit seid ihr in Gespräche mit den anderen Personen im Spiel verwickelt. Ihr fragt sie regelrecht aus, um an mehr Informationen zu gelangen, mit denen ihr wiederum andere Charaktere durchleuchten könnt. Unverständliches Gelabere unterlegt die Dialoge, vermutlich um etwas mehr Gesprächsatmosphäre zu erschaffen. Auf Dauer nervt das Gebrabbel jedoch beträchtlich.
Schliesslich gelangt ihr dann zu einem der vielen Rätsel im Spiel. So gilt es mal, einen bestimmten Zahlencode herauszufinden, um ein Schloss öffnen zu können, oder Stecker bei Objekten und sogar bei Personen korrekt zu verbinden, was mal wieder für erstaunt hochgezogene Augenbrauen sorgt. Immer wieder stösst man im Universum des Spiels auf merkwürdige Geschehnisse und Gestalten. Wer mal nicht weiterkommt bei einem Puzzle, kann den im Spiel enthaltenen Reiseführer nutzen. Dort gibt es manchmal hilfreiche Tipps, um ein Rätsel doch noch lösen zu können.
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 Birgit Grunow
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