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Anno 2205: Preview

Personal Computer 
Hersteller: Blue Byte Mainz
Publisher: Ubisoft
Genre: Strategie: Aufbauspiel
Anno. Mit diesem Begriff assoziiert man eigentlich etwas Vergangenes. "Anno dazumal" zum Beispiel. Schon in der Vergangenheit hat Ubisoft mit dieser Tradition gebrochen und das fünfte Anno-PC-Spiel nicht mehr in der bisherigen Geschichte der Menschheit, sondern in ihrer möglichen Zukunft angesiedelt – wenn auch nur behutsam einige wenige Jahre unserer Zeit voraus. Mit dem auf der E3 angekündigten Anno 2205 will man nun der Spielerschaft eine mögliche Zukunftsoption präsentieren, wie wir alle in rund 200 Jahren leben könnten – inklusive der Kolonisation des Erdtrabanten. Wir konnten nun im Ubisoft-HQ in Düsseldorf Hand an eine Alphaversion legen und erstmals die (virtuelle) Erde verlassen.

Anno 2205
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Alexander Boedeker

Umweltverschmutzung? Hier ist alles sauber!

War die Welt von Anno 2070 hauptsächlich noch durch den Kampf zwischen den Ecos und den Tycoons geprägt, scheint es so, als ob einige Jahrzehnte später die Umweltaktivisten gewonnen hätten, denn im Jahr 2205 gibt es keine Schwerindustrie, keinen Dreck und auch keine Umweltverschmutzung mehr. Die Flora und Fauna haben sich prächtig entwickelt. Tiere durchstreifen die saftig grünen Wiesen und Wälder, und das Meerwasser erstrahlt in kräftigen Blautönen. Dass die Mutter Erde tatsächlich im Vorgänger einmal am Rande ihrer Vernichtung stand, bezeugen nur noch einige wenige alte Artefakte wie etwa abgewrackte Archen, die sich verstreut in der Landschaft wiederfinden. Endlich kann sich die Menschheit wieder in Ruhe weiterentwickeln und neue Aufgaben angehen. Welche zum Beispiel? Na, vielleicht die Kolonisation des Mondes. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Bevor ihr euch an die Besiedlung des engsten Vertrauen unseres Planeten macht, stehen erst einmal andere Dinge auf dem Arbeitsplan. Wie in jedem bisherigen Anno-Abenteuer auch, müsst ihr zunächst einmal eine florierende Wirtschaft auf der Erde errichten, bevor ihr euch Gedanken um eine mögliche Expansion in den Weltraum machen könnt. Das heisst, dass ihr wie gehabt Wohnhäuser errichtet, Produktionsgebäude aus dem Boden stampft und Ressourcen abbaut. Neu in Anno 2205 ist hierbei die dynamische Stadtentwicklung, denn das bisherige Einflussgebietssystem wurde endgültig in den Ruhestand verabschiedet. Es spielt nun bei fast allen Gebäuden keine Rolle mehr, wo ihr diese auf dem Spielfeld platziert. Das hat den Vorteil, dass Städte und einzelne Stadtviertel nicht mehr kreisrund werden, sondern dass sich eine Metropole mit der Zeit Stück für Stück entwickeln kann. So seid ihr nicht mehr auf Marktplätze angewiesen, die etwa die bebaubare Fläche erweitern. Vielmehr könnt ihr nun auf der gesamten Spielkarte von Anfang an Gebäude hochziehen. Wichtig ist allerdings, dass jedes Wohnhaus, jede Fabrik und jede Mine an das Strassennetz angeschlossen werden. Ansonsten erfolgt kein Stufenaufstieg und auch kein Warentransport. Letzteres übernehmen Lkw, die als eine von vielen neuen Ressourcen im Spiel in Transportdepots auf ihren Einsatz warten. Ein gut und straff organisiertes Verkehrsnetz sorgt also für einen florierenden Handel und schnell aufgefüllte Rohstofflager.

Anno 2205

Komm, pack' mal an hier!

Überhaupt spielt sich Anno 2205 flotter als seine Vorgänger, sodass ihr relativ schnell grössere Metropolen errichten könnt. Die Zeiten, in denen ihr stundenlang mit einem popeligen Dorf verbringen musstet, scheinen also der Vergangenheit anzugehören. Das liegt einerseits an verkürzten Produktionsketten – im Regelfall gibt es einen oder maximal zwei Rohstofflieferanten und einen weiterverarbeitenden Betrieb – und andererseits an einer weiteren Ressource: Arbeitskraft. So werden eure bisher recht trägen und sich ihrer Freizeit erfreuenden Einwohner nun zur Arbeit herangezogen. Stehen nicht genügend Leute zur Verfügung, wird auch nichts produziert. Also liegt es in eurem Sinne, möglichst schnell möglichst viele Wohngebäude aus dem Boden zu stampfen. Die unterteilen sich wie bisher in unterschiedliche Zivilisationsstufen – vier auf der Erde und zwei auf dem Mond. Je nach erreichter Stufe werden neue Gebäude freigeschaltet, sodass ihr weiter und profitabler expandieren könnt. Bevor eure Bevölkerung jedoch höhere Bildungssphären erreicht, müsst ihr, wie bisher auch, ihre Bedürfnisse erfüllen. Gibt sich die einfachste Stufe noch mit Nahrung und Wasser zufrieden, darf es für Einwohner höherer Stufen auch gerne einmal ein Energy-Bio-Drink, etwas Wein oder ein Stück echtes Rindfleisch sein. Auf dem Mond hat man eigene Bedürfnisse und verlangt etwa nach Antigravitations-Kompensatoren.

Anno-2205


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Alexander Boedeker am 13 Jul 2015 @ 16:58
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