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Dark Messiah of Might and Magic: Preview

Personal Computer 
Hersteller: Arkane-Studios
Publisher: Ubisoft
Genre: Action: 3D-Shooter
"Wenn schon ein Action-Rollenspiel, dann auch richtig!", dachten sich wohl die Entwickler von Arkane Studios und nehmen es mit der Darstellung brutaler Kampfszenen ganz genau. Realistisch sollte es aussehen. Zwar habe ich noch keine Arm-, Bein- und Kopfamputationen live erlebt - aber ich kann mir vorstellen, dass es so ähnlich aussieht wie in Dark Messiah. Grausam, ultrabrutal und ganz schön blutig. Monster werden hier gleich scharenweise um einen Kopf kürzer gemacht. Ob die Handlung dabei vielleicht auch zu kurz kommt?

Dark Messiah of Might and Magic
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Thomas Richter
Was habe ich damals schon die Might & Magic-Rollenspiele geliebt. Die Versionen auf dem Amiga und Commodore 64: kunterbunt, ewig lang, aber tierisch komplex und verzwickt. Zu der Zeit gab's die Strategiespiele noch gar nicht. Das Ende der achtziger und der Anfang der neunziger Jahre standen also voll im Zeichen von Might & Magic. Und jetzt, über sechzehn Jahre später, schlägt hier bei mir ein Spiel auf dem Schreibtisch auf, das die Serie vollmundig fortsetzen will. Und es auch wird. Denn die ersten Probespiele mit unserer beinahe finalen Preview-Version lassen wissen, mit was für einer Art Kracher wir es zu tun haben. Mit einem echten Multitalent.

Der Mehrspieler-Modus

Das Schönste vorweg: Gleich zwei Entwicklerteams arbeiten an den Inhalten von Dark Messiah of Might & Magic. Eins am komplexen Solospiel, ein anderes anderorts an der Mehrspieler-Variante. Die soll nämlich etwas ganz Besonderes werden und nicht bloss ein Abklatsch vom Solomodus sein. Gesagt, getan. Auf den Mehrspieler-Servern bekämpfen sich zwei Parteien. Gut gegen Böse. Lebendig gegen Tot. Also Menschen gegen die Untoten. Wer jetzt gleich Parallelen zu CTs und Terroristen zieht, wird überrascht sein. Das Waffenarsenal bilden ausschliesslich Schwerter, Dolche, Kampfstäbe, Pfeil und Bogen, sowie zahlreiche Zaubersprüche und Schilde für die Abwehr von Hieben. Völlig auf Fantasy getrimmt, und anders als in den meisten anderen Multiplayer-Shootern, kämpfen demnach Ritter gegen untote Magierinnen, Priester heilen Kameraden im Kampf, Bogenschützen snipern mühsam mit langsamen Pfeilen und Schurken meucheln im Tarnmodus ihre Gegner nieder. Hat es ein Krieger noch relativ einfach, müssen Magierklassen schon etwas vorsichtiger vorgehen. Die sind nämlich schnell zu Boden gemetzelt mit ihrer leichten Bekleidung. Sie schütteln aber dafür stark Zauber aus ihren Ärmeln, wie Feuerbälle oder Kettenblitze. Auch grossflächige Angriffszauber stehen zur Verfügung. Untote Magier beherrschen hemmende Sprüche und lassen etwa Gestrüpp aus dem Boden wachsen, das nahende Gegner aufhält.

Grundsätzlich geht es darum, die Stützpunkte des gegnerischen Teams einzunehmen. Das sind ein paar wenige Basen, erkennbar an einem Podest mit einer Fahne. Nichts Neues also. Schon etwas spannender ist dagegen der Umgang mit Belohnungspunkten und Fähigkeitsbäumen. Wann immer ein Gegner gekillt wird, bekommt ihr einen Erfahrungspunkt gutgeschrieben. Bei genügend Punkten steigt eure Figur eine Stufe auf und kann sich eine neue Fähigkeit aussuchen oder Werte verbessern. Sie bleibt dann solange auf der Stufe, bis sie einige Male gekillt worden ist, oder durch einen vorprogrammierten Rundenzähler des Servers alle Leistungen auf Null zurück gesetzt werden. Eine tolle Idee, Stufen in einer Art Shooter zu integrieren. Nicht unbedingt neu und auch nicht wirklich gut für diejenigen Spieler, die noch etwas Übung mit derartigen Spielen benötigen. Denn von einem ausbalancierten Spiel kann kaum die Rede sein. Steigt ihr in ein laufendes Spiel ein, wird ein Grossteil der anderen Spieler bereits höhere Stufen erreicht haben und damit schwieriger zu besiegen sein. Und auch sonst sind momentan die Klagen der Spieler bereits laut zu hören, dass zwischen den Klassen auch kein Balancing zu bemerken wäre. So sind beispielsweise Krieger noch viel zu mächtig, während andere Klassen das Nachsehen haben. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller bis zum Release noch etwas verändern wird. Denn ansonsten spielt sich der Mehrspieler-Modus auch ohne nennenswerte Innovationen und spektakuläre Grafik ganz nett.

Dark-Messiah-of-Might-and-Magic


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Thomas Richter am 14 Sep 2006 @ 16:24
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