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Guild Wars - Factions: Review

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Guild Wars konnte im vergangenen Jahr erfolgreich gegen die Giganten World of Warcraft und EverQuest eine eigene Fangemeinde aufbauen. Der Titel lockte viele Spieler an, die nicht bereit waren, monatliche Gebühren abzudrücken, denn die Server wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. Als Mischung aus den Grundgerüsten von World of Warcraft und einem Diablo nicht unähnlichen Gameplay in Verbindung mit flotten Player-versus-Player-Kämpfen konnte das Spiel begeistern. Mittlerweile ist mit Guild Wars: Factions eine eigenständig spielbare Erweiterung erhältlich.

Für Kenner von Guild Wars hat Factions einige neue Inhalte anzubieten. Mit dem Kontinent Cantha hält ein Setting ins Spiel Einzug, dessen fernöstliche Optik an das altertümliche China erinnert. Mit herrlicher Optik und schöner Musikuntermalung laden euch diese neuen Umgebungen zu Entdeckungstouren ein. Anfänglich noch etwas arm an Abwechslung, kommt die Präsentation mit zunehmendem Spielverlauf immer mehr in Schwung. Spätestens wenn ihr am versteinerten Jademeer oder im herrlichen Steinwald angekommen seid, werdet ihr euch dabei ertappen, dass ihr regelmässig stehen bleibt, um die jeweilige Umgebung mit all ihren Facetten geniessen zu können. Schneebedeckte Bergpassagen, weite Graslandschaften oder einladende Sandstrände wirken deutlich schöner als die im eigentlichen Hauptspiel enthaltenen Umgebungen. Derzeit gibt es wohl kein ansehnlicheres Online-Rollenspiel auf dem Markt, zumal Zauber- und weitere Grafikeffekte ebenso hübsch anzuschauen sind.

In Guild Wars: Factions könnt ihr eure Abenteuer mit zwei neuen Charakterklassen erleben. Da wäre zum einen die Assassine, deren spielerischer Anspruch sich eher an kampforientierte Spieler richtet. Tödliche Kombinationen und Teleportationskünste machen sie zum ungeliebten, aber äusserst effektiv agierenden Störenfried. In Gruppenkämpfen ist die Assassine häufig an der vordersten Front, zieht sich zu Heilungszwecken rasch zurück und meuchelt mit ihren Klingen die Gegner oft schneller, als ein starker Krieger. Deutlich gemächlicher und etwas weniger aufregend spielt sich hingegen die Klasse des Ritualisten. Eher als passiver Gruppenbegleiter gedacht, unterstützt der Ritualist seine Truppe mit mächtigen beschwörten Geisterwesen. Dabei profitiert die Abenteurerschar von Boni wie Schilden oder den kurzzeitigen Kampfhilfen der beschworenen Geister, die auch als Ablenkungsmanöver sehr hilfreich sein können. Negativ fällt auf, dass ihr in der Bewegungsfreiheit nach wie vor eingeschränkt seid. So können eure Helden immer noch nicht über kleinste Hindernisse springen und werden zudem gelegentlich von unsichtbaren Barrieren kurzzeitig aufgehalten.

Nach wie vor könnt ihr natürlich auch mit den restlichen sechs Charakterklassen in jeweils weiblicher oder männlicher Form in den Kampf ziehen. Dazu zählen Krieger, Waldläufer, Mesmer, Elementarmagier, Nekromant und der Mönch. Ein paar neue Fertigkeiten pro Klasse halten das Balancing auf ausgewogenem Niveau, was in den Online-Gildenkämpfen ersichtlich wird. Der Schwierigkeitsgrad von Factions im Rollenspielbereich richtet sich dennoch klar an fortgeschrittene Spieler. Denn in den Instanzen müsst ihr in bestimmten Missionen der Kampagne sogar mit einer zweiten menschlichen Gruppe zusammenarbeiten, um das Ziel erfüllen zu können. Als gute Idee seitens der Entwickler ins Spiel gebracht entpuppt sich die Integrierung dennoch als nicht sehr gut ausbalanciert, da der Zufall bei der Zusammenstellung der Gruppen eine enorme Rolle spielt. Der Schwierigkeitsgrad liegt hier sehr hoch, da ihr euch einer Unzahl von Gegnern stellen müsst.

Guild Wars - Factions
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 15 Jun 2006 @ 10:43
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