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Act of Aggression: Review

  Personal Computer 

Nachdem Command & Conquer: Generals nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat und der offizielle Nachfolger seitens EA erst zum Free-to-Play-Titel degradiert und dann vor Veröffentlichung noch hastig eingestellt wurde, warten Strategie-Fans schon viel zu lange auf einen adäquaten Nachfolger, der in die gleiche Kerbe schlägt. Entwickler Eugen Systems, durchaus mit Erfahrung im Genre der Echtzeitstrategie gesegnet, nimmt sich dieser Problematik nun an und zaubert mit Act of Aggression einen Titel, der Generals-Nostalgikern zumindest teilweise sehr gefallen dürfte.

Act of Drehbuch

Worum geht es also in Act of Aggression, dem Quasi-Nachfolger von Act of War? Nun, da sind die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die auf dem besten Weg sind, in einen Bürgerkrieg zu rasseln. Da ist das Kartell, ein weltweit operierender Geheimbund, der die undurchsichtige Schurkenrolle einnimmt. Und da ist Chimera, so etwas wie die Elite-Eingreiftruppe der Vereinten Nationen. In der zehn Missionen umfassenden Story-Kampagne balgen sich die drei Fraktionen um allerlei Gedöns wie VIPs, Banken und Basen. Sagten wir Story-Kampagne? Nun ja, die Hintergrundgeschichte ist nur mässig spannend erzählt und auch nicht wirklich clever ausgedacht. Dies in Verbindung mit den etwas halbherzigen und unpersönlichen Zwischensequenzen sorgt dafür, dass die Kampagne recht lieblos und uninspiriert daherkommt. Vermutlich wollten die Entwickler am Ende des Tages einfach nur sagen: "Hey, EA ... keine Solokampagne? Das geht doch nicht!"

Schade ist auch, dass ungeübteren oder, wie im Falle des Testers, etwas eingerosteten PC-Strategen der Einstieg unnötig erschwert wird, da es kein richtiges Tutorial gibt und man mit der enormen Vielfalt an Einheiten, den vielen Upgrade-Optionen und dem etwas verschachtelten Interface am Anfang ein bisschen überfordert sein könnte. Unser Tipp: Werft euch in eine oder zwei Einzelschlachten gegen die gut justierbare KI und freundet euch auf diesem Weg mit der Spielmechanik an. Der Schwierigkeitsgrad der Kampagne ist nämlich leider nicht anpassbar, und gerade im späteren Spielverlauf werden die Missionen durchaus sehr knifflig.


Act of Multitasking

Geübte Strategen hingegen dürften an Act of Aggression ihre helle Freude haben. Jedenfalls, wenn man den Gefechtsmodus respektive Multiplayer-Schlachten ins Zentrum des Interesses rückt. Da nämlich kommt richtig Freude auf. Nicht nur, weil man, anders als in der Kampagne, die Möglichkeit hat, alle drei sehr unterschiedlichen Fraktionen ausgiebig zu testen, sondern auch, weil Act of Aggression das bewährte Spielprinzip eines Command & Conquer durch viele Feinheiten aufpeppt und komplexer macht. Seien es die fast immer sinnvollen Upgrade-Funktionen für jede einzelne Einheit, die bei jeder Partie zufällig auf den Karten verteilten Ressourcenfelder oder die deutlich komplexere Wirtschaft hinter dem Basisbau, die euch abverlangt, mit drei verschiedenen Ressourcen zu haushalten. Ihr werdet also in den KI- oder Mehrspielerschlachten stets vom ersten Moment an gefordert, aber selten überfordert.

Act of Aggression
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Tobias Kuehnlein

Act-of-Aggression


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Tobias Kuehnlein am 17 Sep 2015 @ 12:51
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