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Anna's Quest: Review

  Personal Computer 

Hach, wäre doch jeder ein bisschen wie Anna! Um ihrem sterbenskranken Grossvater überlebenswichtige Medizin zu verschaffen, verlässt Anna nur kurz das Haus und steht plötzlich knietief in einer Welt voller Geister, Hexen und Fabelwesen. Klingt wie ein Märchen? Ist auch eins, mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass aus dem Märchenstoff unter dem Publisher-Banner von Daedalic Entertainment ein astreines Point-and-Click-Adventure gesponnen wurde. Die deutsche Adventure-Schmiede sollte den meisten dank ihrer selbstgemachten Werke wie Edna Bricht Aus oder der Deponia-Trilogie ein Begriff sein. In selten, besonders lohnenswerten Fällen, wie beispielsweise Randal's Monday, macht sich das Hamburger Team auch als Publisher zu schaffen. Ursprünglich stammt das Abenteuer der kleinen Anna nämlich aus den Tastenanschlägen des australischen Spieldesigners Dane Krams, der bereits 2010 mit der Entwicklung des Projektes begann. Ob die Geschichte für Krams und die kleine Anna ein gutes Ende finden wird?

Lauf Anna, lauf!

Anna lebt mit ihrem Grossvater, fernab jedweder Zivilisation, in einer abgeschiedenen Hütte im tiefen und düsteren Wald. Um sie vor den Gefahren, die ihr Opa hinter den Ästen und Zweigen des grünen Dickichts weiss, zu schützen, ist es Anna strengstens untersagt, auch nur einen Fuss über die Schwelle ihres Hauses zu setzen. Als ihr Grossvater aber plötzlich von einer geheimnisvollen Krankheit heimgesucht wird, gibt es keinen anderen Ausweg: Sie muss ihr sicheres Zuhause verlassen und sich auf die Suche nach einem wirksamen Medikament begeben. Bereits nach den ersten Schritten sind ihr Ausflug und die neu gewonnene Freiheit schon wieder passé! Im Dickicht lauert die Hexe Winifriede Anna auf, packt sie und verschleppt sie in ihr Hexentürmchen. Das kleine Mädchen erwacht in einem Kinderzimmer mit bizarren elektrischen Maschinen, deren Funktionen ihr schon bald am eigenen Leib präsentiert werden: Mithilfe wissenschaftlicher Experimente versucht die Entführerin, in Anna verborgene telekinetische Fähigkeiten zu erwecken. Der Versuch glückt! Jedoch beginnt Anna sofort, zum Missfallen der Hexe, gemeinsam mit ihrem neuen Freund und künftigen Begleiter Ben, ein Junge im Körper eines Teddybären, und unter Zuhilfenahme ihrer neuen Kräfte einen Fluchtplan zu schmieden. Die Flucht gelingt! Gemeinsam machen sich Anna und Teddy Ben auf den Weg in Richtung der Stadt Wunderhorn, in der sie laut eines geheimnisvollen magischen Tippgebers die Zaubermedizin für ihren Grossvater finden können. Zuerst wären da aber noch die Bremer Stadtmusikanten ...


Das gute, alte Adventure ...

Anna's Quest fühlt sich von Anfang bis zum Ende wie ein klassisches Point-and-Click-Adventure an. Mit der Maus, oder je nach Bedarf auch mit Unterstützung der Tastatur, bewegt ihr euch durch eine liebevoll designte 2D-Welt, sammelt und kombiniert Gegenstände in eurem Inventar und löst Rätsel, um entweder neue Gebiete oder noch mehr kombinierbare Gegenstände zu erhalten. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich, wie üblich, nicht anpassen und stagniert je nach Anspruch des zu lösenden Rätsels. Die sind in Anna's Quest wohldurchdacht, logisch und fühlen sich nie wie an den Haaren herbeigezogen an. So müsst ihr zum Beispiel einen widerlichen Schimmelberg kurzerhand mit Malfarben gelb einfärben und ihn einer Maus als Käse unterjubeln, um an den von ihr bewachten Schlüssel zu gelangen. Oder ihr nutzt einen zuvor mit der Schere zerschnittenen Gummiball, um ein Funken sprühendes Elektrodings aufzuheben, das wiederum eure Telekinesefähigkeiten verbessert. Leider sind die Rätsel durchgehend leicht oder gelegentlich nur gering fordernd. Die Hirnwindungen knallharter Adventure-Geeks werden, wie zuletzt in Randal's Monday, nur selten gefordert. Zudem wiederholt sich die Struktur der Haupträtsel gelegentlich. Müsst ihr in Fall A ein Amulett mithilfe diverser Zutaten magisch aufladen, gilt es im Fall B, die Kredenzen für Grossvaters magischen Zaubertrank zusammenzutragen – logischerweise steckt hinter jeder Zutat ein oder mehrere Rätsel, die zu deren Beschaffung oder Herstellung führen. Übrigens gibt es einen grossen Pluspunkt für Einsteiger: Mit dem Druck auf die Leer- oder die rechte Maustaste werden alle interaktiven Elemente im aktuellen Bildschirm angezeigt, was die Rätsel noch mal ungemein erleichtert.

Anna's Quest
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Patrick Recknagel

Annas-Quest


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Patrick Recknagel am 07 Jul 2015 @ 17:49
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