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F1 2016: Review

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"Testmuster zu F1 2016 wäre da", hallt es durch die Redaktion. Nur merkwürdig, dass sich keiner der Kollegen rührt. Will denn etwa niemand das aktuelle Formel-1-Spiel von Codemasters testen? Ich schaue vorsichtig in den Nebenraum. "Aber nur, wenn es sonst keiner will! Hier!", heißt es und das Testmuster liegt auf meinem Tisch. Ein kurzer Blick ins Redaktionsarchiv zeigt das Dilemma. Mit 5 von 10 Punkten hat Kollege Wendorf die Vorjahresversion übel geohrfeigt und mir blüht der Gedanke, dass ich mir hier gerade keinen Gefallen getan habe. Manchmal aber kann es wunderschön sein, sich zu irren.

Alles auf Anfang

Ja, Codemasters, der einst unantastbare Rennspielkönig, will mit F1 2016 so manche Schelte aus den Vorjahren wieder ausbügeln. Ein ehrgeiziges Ziel, wohlgemerkt, denn zuletzt krankte es neben einer öden Karriere und veralteten Boliden auch schlicht und einfach daran, dass die letzten F1-Titel weder Fisch noch Fleisch waren und sich zwischen Zugänglichkeit und Simulation nicht so wirklich entscheiden konnten. Einzige logische Konsequenz für die aktuelle Auflage: Es wird einfach beides gemacht.

Simulationsfreaks und Realitätsfanatiker finden alles, was sie wollen. Ihr könnt an den Fahrzeug-Setups herumspielen, eigene Setups speichern, Setups anderer Spieler aus Steam Workshop herunterladen und immer wieder ausprobieren, wie sich der Bolide mit den neuen Einstellungen über die Strecke jagen lässt. Freies Training, Qualifying und das Rennen selbst könnt ihr auf Wunsch über die volle Zeit- oder Renndistanz spielen, was bei den meisten Rennen 60 Runden oder mehr gleichkommt. Unzählige Fahrhilfen könnt ihr zu- oder abschalten, die Ideallinie ein- oder ausblenden, die Auslegung der Regeln und Bestrafung beim Schneiden von Kurven großzügig oder streng auslegen lassen. Es ist nahezu jede Option dabei, die den beinharten Formel-1-Fan glücklich machen sollte.

Das ist euch alles zu viel? Euer Rennwochenende soll aus einem schnellen Training, einem kurzen Qualifying und einem Rennen mit maximal zehn Runden bestehen? Bitte, alles kein Problem. Codemasters überschüttet euch mit Optionen, die dafür sorgen, dass ihr das Spiel ideal auf eure Bedürfnisse und euren Anspruch anpassen könnt. So kommen Gelegenheitsfahrer ebenso auf ihre Kosten wie Formel-1-Profis.

Das Spiel liefert euch dafür den kompletten Rennkalender der laufenden Saison sowie alle Fahrer und Teams, die ihr in der echten Formel 1 derzeit auch findet. Der Fauxpas aus dem Vorjahr, Stichwort Nachlieferung der aktuellen Saisondaten per Patch, ist damit gerne wieder vergessen. Auch in puncto Spielmodi ist für jeden etwas dabei. Ein einzelnes Rennwochenende oder gar nur ein schneller Grand Prix, ein Zeitrennen oder eine ganze Rennsaison –, es ist alles dabei und ihr habt in jedem Modus umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten.

Da wird das Auge trocken

Herzstück des Spiels ist natürlich der Karrieremodus, in dem ihr einen neuen Fahrer im Formel-1-Zirkus spielt, der bei einem der namhaften Rennställe anheuert und sich nach oben kämpfen will. Sitzt ihr nicht im Cockpit, werft ihr einen Blick auf die Fahrzeugeinstellungen. Durch Erfüllen bestimmter Aufgaben im Training könnt ihr Ressourcenpunkte sammeln und diese zur Entwicklung neuer Setups heranziehen. Ein Traum für alle Bastler. In der voll animierten Fahrerlounge könnt ihr unter anderem mit eurer Managerin sprechen, die, genau wie die Boxencrew und die Mechaniker, voll animiert und tatsächlich anwesend ist. Insgesamt wirkt der Karrieremodus deutlich runder und organischer und erinnert kaum mehr an den trockenen Karrieremodus aus dem Vorjahr, der euch mit Textnachrichten und Menüs nur so überfordert hat.

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Tobias Kuehnlein


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Tobias Kuehnlein am 07 Sep 2016 @ 12:58
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