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Human - Fall Flat: Review

  Personal Computer 

Was ist denn das für ein Name? Human: Fall Flat, was heißt das? "Mensch, fall' flach"? Oder "Menschliche Herbstwohnung"? Doch eigentlich ist dieses kleine, unschuldige Spiel eines Mini-Entwicklerteams viel zu interessant, als sich über den Namen Gedanken zu machen. Wir haben uns das ungewöhnliche Rätselspiel in aller Ruhe angesehen.

Kennen Sie Bob?

Held des Spiels Human: Fall Flat ist Bob, ein im Originalzustand gänzlich untexturiertes, untersetztes weißes Männchen mit einem Bauarbeiter-Helm auf dem Kopf. Bob hat kein Gesicht und auch keine Knochen, er wirkt eher wie ein unkaputtbares Teigmännchen. Das ist auch besser so, denn Bob wird fallen, auf dem Meeresgrund laufen, in einen Hochofen krabbeln und viele andere kuriose Dinge machen. Da ist es doch eigentlich ganz vorteilhaft, dass Bob weder sterben noch sich verletzen kann.

Ihr steuert Bob, der die Agilität einer lahmenden Hirschkuh besitzt, durch insgesamt acht im Spielverlauf immer komplexer werdende Levels, die Traumwelten sein sollen. Also karge, teilweise auch unvollständige oder leicht surreale Welten, die direkt aus einem Traum stammen könnten. Albträume lässt das Spiel außen vor; gruselig wird es also nicht, keine Sorge. Der Grafikstil bei der Inszenierung erinnert etwas an die Dioramen-Optik eines Hitman GO, wenngleich Human: Fall Flat nahezu vollständig auf echte Texturen verzichtet und stattdessen einfarbige Flächen verwendet und der Detailreichtum sehr zu wünschen übrig lässt. Das ist aber alles nicht schlimm, denn genau dieser Purismus macht das Spiel so spannend. Anders als im erwähnten Hitman GO steuert ihr den Protagonisten allerdings aus einer Third-Person-Ansicht frei durch die Levels.

MacGyver wäre stolz

Eine Story bietet das Spiel nicht. Auch wenn es in den ersten zwei Levels eine Erzählerstimme aus dem Off gibt, die beinahe philosophische Ansätze auf das Spielgeschehen projiziert, verstummt die Stimme später vollends und lässt uns mit dem Spiel allein. Auch Gegner gibt es nicht in Human: Fall Flat, Bob ist stets das einzige Lebewesen im Spiel. Das Ziel in jedem Abschnitt ist es lediglich, den mit einem Notausgangschild gekennzeichneten Levelausgang zu finden und durch ihn hindurch auf den nächsten Level zu fallen. Dafür müsst ihr Türen öffnen, Schalterrätsel lösen und eure Umgebung analysieren. Ihr müsst mitunter auch klettern, und sogar Fahrzeuge wie ein Motorboot oder ein Kipplaster könnten im späteren Spielverlauf auf euch zukommen. Bobs wichtigste Werkzeuge bei der Lösung all seiner Probleme sind seine Arme und Hände. Die steuert ihr nämlich idealerweise mit einem Gamepad, mit dem rechten und linken Trigger. Drückt ihr den jeweiligen Trigger, fährt Bob seine Hände aus und "klebt" am Objekt eurer Begierde fest. Das kann ein Felsvorsprung, eine Kiste, eine Tür oder ein Kabel sein. Dinge herumzutragen, Klettereinlagen zu meistern oder eben auch ein Fahrzeug zu fahren, wird durch die ungewöhnliche Steuerung damit zur anspruchsvollen Meisterleistung. Das ist nicht vergleichbar mit anderen Spielen wie GTA, wo ihr einen Knopf drückt, im Auto sitzt und nur noch Gas geben müsst. Nein, ihr müsst Bobs Bewegungen millimetergenau kontrollieren. Das kann in bestimmten Situationen dazu führen, dass ihr den Controller in die Ecke werft.

Human - Fall Flat

Generell lässt euch Human: Fall Flat mit der Problematik auf dem Bildschirm und eurem Oberstübchen komplett allein. Es gibt keine Kamera, die automatisch auf einen Hinweis zoomt, keine hervorgehobenen, leuchtenden oder blinkenden Objekte. Es gibt keine eingeblendeten Knöpfe, die euch sagen, was ihr zu drücken habt, und keine markierten Kontrollpunkte. Ihr allein müsst überlegen und entscheiden, wie ihr das vorliegende Problem bewältigt. Dabei haben die Entwickler viele Abschnitte bewusst so gestaltet, dass mehrere Lösungen möglich sind – einige der Lösungsvarianten, die wir im Test gefunden haben, waren vom Entwicklerteam vermutlich nicht einmal so beabsichtigt. Aber das ist egal, ihr löst das Spiel auf eure Art. Es gibt keine KI und kein Bewertungssystem, das euch rüffelt, wenn ihr etwas nicht so gelöst habt, wie es eigentlich vorgesehen war.

Human - Fall Flat
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Tobias Kuehnlein


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Tobias Kuehnlein am 26 Aug 2016 @ 14:18
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