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Legends of Eisenwald: Review

  Personal Computer 

Da ist es wieder, dieses Gefühl der Gemütlichkeit beim Spielen. Dieses Gefühl, welches immer seltener wird in der oft so hektischen Gaming-Landschaft. Kaum ein anderes Genre schafft es derart, die Herrlichkeit der Langsamkeit derart schön zu vermitteln, wie die Mischungen aus Rollen- und Strategiespiel. Bei rundenbasierten Kämpfen und umherziehenden Trüppchen kocht man sich ohne Pausenfunktion in aller Seelenruhe einen Tee und braucht mangels Zeitlimit nicht befürchten, bei Rückkehr an den Rechner die Heldenschar geschlagen am Boden zu sehen, weil ihnen zufällig ein paar Feinde begegneten. Legends of Eisenwald versucht, in den Fussstapfen der grossen Titel eine eigene Seele zu kreieren. Gelingt dies, oder bleibt dem Spiel nur das Wertungsmittelmass übrig?

Mittelalter-Setting Standard-Fantasy?

Auch wenn Legends of Eisenwald grundsätzlich an die Heroes-Reihe erinnert – der Titel ist weit davon entfernt, ein Klon zu sein. Das fängt schon mit dem eigentlichen Setting an. Im mittelalterlichen Deutschland seid ihr unterwegs. Hier gibt es keine Zwerge, die mit Äxten Zombies spalten, oder Elfen, die ihre Magie im Kampf gegen Goblins einsetzen. Stattdessen reizt das Spiel eure Fantasie, umschreibt Gefahren, die in angrenzenden Ortschaften oder scheinbar verlassenen Ruinen drohen so, als ob sie von Generation zu Generation in Volksweisen und Gedichten getragen wurden. Als einer von drei Lehnsherren zieht ihr durch die Landschaften.

Als Ritter, Mystiker oder Baron spielt sich der Titel zumindest anfänglich jeweils ein klein wenig unterschiedlich, was selbstredend an den Stärken und Schwächen der jeweiligen Person liegt. Ihr bewegt euch grundsätzlich frei auf der Landkarte, die in einzelne Bereiche aufgegliedert ist. Oft durchquert ihr Landstriche, die einem Landgrafen unterstehen. Da ist ein Höflichkeitsbesuch geradezu verpflichtend, wenn ihr euch mit ihm gutstellen wollt. Zudem ist der eine oder andere Auftrag auch mal dabei. Ihr tauscht Gerüchte in Tavernen aus, kauft bei örtlichen Händlern ein und geht der Haupthandlung allmählich nach. Die Dialoge mit den Personen sind oft mit Anleihen an den mittelalterlichen Sprachgebrauch verfasst, was mitunter die Gespräche etwas kitschig erscheinen lässt.

Mit bis zu elf Einheiten könnt ihr eure persönliche Truppe zusammenstellen. Entweder rekrutiert ihr günstig ein paar Söldner aus der Landbevölkerung oder heuert sie teuer in speziellen Ausbildungslagern an. Da der Grossteil der Bevölkerung dazulernt, reicht normalerweise ihre Rekrutierung für euch aus. Nur die Bauern liegen oft tot im Gras, weil ihr sie nicht spezialisieren und somit besser ausbilden könnt. Einen adligen Kämpfer hingegen könnt ihr über mehrere Stufen hinweg bis hin zum schlagkräftigen Ritter entwickeln. Der ist als Leibwächter für euch natürlich eine deutlich grössere Hilfe als das Bauern-Kanonenfutter. Und selbst aus einem einfachen Kirchendiener lässt sich mit Geduld ein Bischof machen, der die Truppen durch seine Gebete inspiriert und ihnen Glauben an den Sieg einverleibt.

Legends of Eisenwald
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 14 Aug 2015 @ 20:19
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