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Lost Horizon 2: Review

  Personal Computer 

Der erste Teil von Lost Horizon darf durchaus als eines der besten Adventures der letzten Jahre bezeichnet werden. Die Mischung aus Indiana Jones und Shangri-La-Mystery wusste auch bei uns vor fünf Jahren zu gefallen und sahnte unter anderem auch aufgrund der schönen Zeichnungen eine verdiente 8.5er-Wertung ab. Animation Arts will mit dem zweiten Teil entsprechend an den Erfolg von damals anknüpfen. Auch diesmal erinnert so manches an Handlungen aus Indiana-Jones-Filmen. Ein Titel, der in jedem Regal eines Adventure-Fans stehen sollte?

Technisch schwach

Gleich im ersten kleinen Abschnitt wartet der Schock. Die Grafik ist leider nicht ansatzweise mit dem Vorgänger vergleichbar. Während ihr euch im ersten Teil über eine toll gezeichnete Grafik im Comicstil freuen durftet, wirkt die Optik nun deutlich weniger stimmig. Einige der Landschaften könnten auch bei einer Zugsimulation Verwendung finden. Die Dialogboxen sehen mies und regelrecht lieblos gestaltet aus. Nicht einmal eine eigens kreierte Schriftart wurde dem Spiel spendiert. Überhaupt laufen die Gespräche äusserst steril ab, es gibt kaum Perspektivwechsel, keine interessanten Kamerafahrten, die für eine lebendige Gesprächsatmosphäre sorgen würden.

Zudem bekommt ihr nun bei den Zwischensequenzen vorgerendertes Material zu sehen. Stellt euch einfach vor, ihr würdet bei einem Fernsehkanal wie in den alten Zeiten kein perfektes Bild reinbekommen – ein leichtes Bildrauschen ist die Folge. Und auch bei den Figuren fragt man sich unwillkürlich, ob man es mit einem alten Klassiker zu tun hat, der noch vor der Jahrtausendwende entwickelt wurde. Denn steif und ohne Mimik kommen die Akteure daher. Lost Horizon 2 ist damit deutlich steriler und lebloser geraten, als der Vorgänger. Zum Einsatz kommt hier die Unity-5-Engine, da man ursprünglich das Adventure sehr viel mehr in 3D gestalten wollte. Von diesem Plan ist man grundsätzlich dann wieder abgerückt, einige Elemente sind aber geblieben.

Lost Horizon 2

Grundsätzlich ist Lost Horizon aber auch diesmal ein gängiges Point-and-Click-Abenteuer geworden. Allerdings wurde im Gegensatz zu anderen Genrevertretern aus dem Hause Animation Arts diesmal auf eine One-Click-Handhabung gesetzt. Mit der linken Maustaste interagiert ihr mit Hotspots, die rechte Maustaste dient lediglich zum Anzeigen eben jener spielrelevanten Stellen in den Abschnitten. Das hat den Nachteil, dass ihr nie selbst bestimmen könnt, ob ihr ein Objekt zunächst betrachten oder es gleich in euer Inventar packen wollt. Das macht das Spiel nun ganz automatisch, sobald ihr den Mausklick auslöst. Euer Inventar wiederum bekommt ihr angezeigt, wenn ihr mit dem Mauszeiger an den oberen Bildschirmrand fahrt.

Lost Horizon 2
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 16 Sep 2015 @ 15:11
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