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Meridian - Squad 22: Review

  Personal Computer 

RTS-Titel zeichnen sich normalerweise durch die Mehrspielermodi aus, garantieren sie doch letztlich langfristigen Spielspaß und werden oft durch eine Schar an Spielern auch lange am Leben gehalten, etwa durch Ausrichtung von Turnieren oder neue Modifikationen. Der Solopart war da oft nur schmückendes Beiwerk, häufig lieblos hintereinander geklatschte Missionen, bei denen man immerhin die Feinkniffe der Handhabung erlernen konnte. Doch anschließend hat man den Solomodus nicht einmal mehr als Trainingsmodus angefasst. Umso erstaunlicher ist es da, wenn sich im Falle von Meridian: Squad 22 ein Titel heutzutage komplett auf den Solopart konzentriert.

Wenn man bedenkt, dass an diesem Spiel nur ein Mann an der Entwicklung beteiligt gewesen sein soll, erinnert man sich an längst vergessen geglaubte Atari-Zeiten. Schon in Meridian: New World lobten wir das gelungene Schere-Stein-Papier-Prinzip und die abwechslungsreichen Missionen. Allerdings sorgten Probleme bei der Wegfindung und generelle Probleme beim KI-Verhalten dafür, dass das Spiel keine höhere Wertungsregion erreichen konnte. Ist das diesmal anders?

Altbekannte Probleme?

Meridian: Squad 22 schickt euch auf eine Forschungsmission auf den Planeten Meridian. Platz und Ressourcen sind knapp, da wird nach Expansionsoptionen und vor allem auch nach abbaubaren Rohstoffen Ausschau gehalten. Ein entsprechendes Team wird auf die Reise geschickt, doch der Kontakt zu ihm bricht ab. Als Leiter des nun eingesetzten Suchtrupps Squad 22 seid ihr dafür verantwortlich, dass eure wichtigsten Helden überleben und ihr die Missionen erfolgreich abschließt.

Das Spiel versucht gar nicht erst, seine inspirativen Wurzeln zu verstecken. StarCraft leuchtet durch jede Codezeile des Programms durch. Ihr startet in jeder Mission mit einem Basisbau samt Kontrollzentrum und einer Mine, in der eure Drohnen die wichtigste Ressource des Spiels, genannt Shardium, abbauen. Der übliche Rhythmus aus der Errichtung von Fabriken, Kasernen und Wohngebäuden bestimmt in den Anfangsminuten nahezu jede Mission. Gelegentliche Attacken von feindlichen Einheiten sorgen dafür, dass ihr aufmerksam bleibt. Regelrechte Sturmangriffe müsst ihr aber nicht befürchten, zumeist sind es kleinere Scharmützel, die ihr locker abwehren könnt. Das Kampfsystem ist erneut auf dem Stein-Schere-Papier-Prinzip aufgebaut. Infanterie besiegt Panzer, wuchtige Mechs sind der Infanterie überlegen und Panzer wiederum knacken die Mechs wie Wellblechdosen.

Meridian - Squad 22

Das funktioniert zu weiten Teilen sehr gut, allerdings hakt es auch diesmal wieder an der Wegfindung. Zu oft müsst ihr eure eigenen Truppen nachjustieren, weil sie sich unlogisch verhalten oder an einer Kante hängenbleiben. Fummeliges Mikromanagement ist die Folge für eure Soldaten und Mechs, um das Optimum aus ihnen herausholen zu können. Kettenbefehle für die Rekrutierungen neuer Einheiten fehlen übrigens genauso wie Angriffsmanöver, bei denen ihr eine Vielzahl an Vorgehensweisen vorgeben könntet. Auch die Aufstellung eurer Einheiten gestaltet sich nicht immer einfach. Der Schwierigkeitsgrad wird dadurch zwar erhöht, der Frustfaktor aber ebenso. Denn wenn man ein Problem erkannt hat, aber nicht schnell genug reagieren kann, weil die Einheiten zu viel Mausklickerei benötigen, dann ist das ungemein unbefriedigend.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 23 Aug 2016 @ 18:36
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