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Obduction: Review

  Personal Computer 

Wie ist das eigentlich, wenn ein Spiel nur eine äußerst kleine Zielgruppe anspricht? Welch irres Gemüt muss man als Entwickler haben, wenn man sich im Zeitalter der megarasanten Spiele und einfachen Adventures, bei denen teils sogar die Komplettlösung mitgeliefert wird, an einen Titel heranwagt, dessen Kernzielgruppe bereits in den 1990er-Jahren an den Vorgängern ob des immensen Schwierigkeitsgrades verzweifelte? Obduction ist so etwas wie der inoffizielle Myst-Nachfolger. Kein Wunder, arbeiteten doch einige der damaligen Entwickler am Projekt. Ein Gütesiegel?

Nichts für Weicheier

Gleich vorweg die Warnung: Wer sich generell für Adventure-Spiele interessiert und mit Titeln wie The Book of Unwritten Tales, Deponia oder Geheimakte Tunguska seine Freude hatte, für den mag Obduction möglicherweise ein Kulturschock sein. Zumindest dann, wenn die Namen Myst, Uru oder Riven bislang unbekannte Bezeichnungen sind. Was ihr hier geboten bekommt, ist Adventure in Reinkultur. Stellt euch einfach vor, ihr werdet ohne Hinweise in eine euch fremde 3D-Welt katapultiert. Ihr könnt euch mit den Richtungstasten bewegen, per Umschalttaste rennen und mittels des Mauszeigers agieren.

Soweit, so gut. Aber was gibt es hier eigentlich zu tun? Was ist eure Aufgabe? Auf welche Gefahren müsst ihr vorbereitet sein?Und warum zum Teufel seid ihr hier gelandet? Das, liebe Leser, war auch in den früheren Titeln mit den angesprochenen Namen der Fall. Anfänglich in die verlassene Stadt Hunrath befördert, seid ihr orientierungs-, ja gar hilflos, rennt durch die Gegend und versucht zunächst ein paar Hinweise zu finden, was es hier überhaupt zu tun gibt. Dabei stolpert ihr bereits über die ersten mechanischen Rätsel. Ein Hebel für eine Weichenanlage hier, ein verriegeltes Tor an einem Bachlauf dort, eine verschlossene Tür und gleich noch eine, darauf dann wieder jede Menge andere Kleinigkeiten, die wichtig sein könnten oder auch nicht.

Obduction

Ein paar Hologramme, die ihr per Knopfdruck auslöst, sorgen zwar nicht für deutlich mehr Klarheit, aber zumindest bekommt ihr eine vage Ahnung, was hier passiert sein könnte und dass es wohl besser ist, sich von dieser fremden Welt so schnell wie möglich wieder zu verabschieden. Aber wie bloß? Und wieder rennt ihr herum wie ein aufgescheuchtes Huhn, bis sich das erste Mal ein Aha-Moment einstellt. Das muss nicht zwangsläufig bei jedem Spieler derselbe Moment bzw. dasselbe Rätsel sein, welches ihr zu Beginn aufspürt und löst. Die Welt ist voller Aufgaben und will nach und nach entdeckt werden. Klar ist nur, ihr befindet euch nicht mehr auf der Erde. Ein Blick zum Himmel reicht da bereits aus.

Obduction
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 15 Sep 2016 @ 17:52
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