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PES 2017: Review

  Personal Computer 

Seit mehr als zehn Jahren ziehen wir als auch andere Magazine den ständigen Quervergleich zwischen PES und FIFA. Zig Teilbereiche wurden da miteinander verglichen. Damit ist jetzt Schluss. Denn sind wir doch mal ehrlich:Es gibt nur eine sehr begrenzte Prozentzahl an Spielern, die sich zwischen diesen beiden Titeln entscheiden. Fans der jeweiligen Hersteller Konami oder EA Sports werden immer Argumente für ihre Reihe oder gegen die andere Serie finden. Solche Vergleichstests bringen daher nicht viel, außer bereits bestehende Meinungen gegebenenfalls zu untermauern. In der Vergangenheit waren die Unterschiede noch größer, da konnte man sich seitenlang darüber auslassen, ob die Spielweise in FIFA einem zu arkadig war oder bei PES die Torhüter zu dümmlich agierten. Mittlerweile haben sich die Titel aber zunehmend angenähert, sowohl was gute als auch negative Entwicklungen angeht.

Moderner Fußball?

Schauen wir auf die PC-Version von PES 2017, so tritt zunächst Ernüchterung aufgrund der Grafik auf. Da wird der Blick auf die Konsolenversionen schon neidisch, deren gestochen scharfe Bilder und deutlich vielfältigeren Bewegungen der Spieler das Fußballerlebnis wesentlich schöner aussehen lassen. Haben wir aber hier mal wieder nicht – PC-Spieler dürfen, nein, müssen sich mit einer erheblich abgespeckten Optik anfreunden. Mit der Fox-Engine schafft es Konami zwar, ein insgesamt hübscheres Ergebnis als noch in den Vorjahren zu erschaffen, der Unterschied zu den Konsolenbrüdern ist aber gewaltig.Immerhin ist man spielerisch zumindest weitestgehend auf Augenhöhe, was PES 2017 auch auf dem PC daher langfristig interessant macht.

Seit Jahren versucht man bei Konami, den modernen Fußball so authentisch wie möglich abzubilden. In diesem Jahr ist das hervorragend gelungen, sofern man sich mit den mannigfaltigen Einstellungsmöglichkeiten bei der Taktik beschäftigt. Egal, ob Ballbesitzfußball der Marke Barcelona mit irren Passfolgen, konsequente Balleroberung im Pressing-Stil samt überfallartigen Kontern wie unter Klopp, flügelorientiertes Spiel mit dankbaren Flankenabnehmern im Sturmzentrum oder als defensives Bollwerk mit Catenaccio-System – hier kann jeder Fußballfreund seine eigenen Vorstellungen im Spiel umsetzen und diese sogar noch besser während der Matches verändern, als es jeder reale Trainer an der Seitenline in der Bundesliga tun könnte. Das gilt aber in gleichem Maße natürlich auch für euer Gegenüber, egal, ob ihr gegen einen menschlichen Gegner im Online-Modus zockt oder gegen die KI.

Und das ist wahrlich erstaunlich und lobenswert. Während unserer Testphase haben wir gegen viele KI-Teams gespielt und hatten nie das Gefühl, einen gleichen Spielaufbau zu erleben. Das lag einerseits an den unterschiedlichen Stärken der Kicker, die sich auf dem Feld auch entsprechend auswirken, aber vor allem an den Taktiken, die der PC gegen uns angewandt hatte. Mit Hilfe der erweiterten Anweisungen könnt ihr beispielsweise mit sieben offensiven als auch fünf defensiven Spielstilen experimentieren. Dazu zählen im offensiven Bereich solche Klassiker wie "Falsche Neun", "Flügelrotation" oder "Offensive Außenverteidiger" und in der Defensive etwa die "Tiefe Abwehrreihe" oder die "Situative Manndeckung".

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 07 Okt 2016 @ 19:52
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