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Rescue 2 - Everyday Heroes: Review

  Personal Computer 

Rescue 2 trägt bereits im Untertitel, was viele denken: "Everyday Heroes". Ja, Feuerwehrfrauen und -männer sind Alltagshelden, denen eigentlich ein Denkmal errichtet gehört. Stattdessen bekommen sie halt Rescue 2 – leider.

Alltagshelden auf grosser Bühne

Seit den späten 1990er-Jahren keimt das Subgenre strategischer Alltagssimulationen. Damit sind nicht unbedingt die erfolgreichen Sims in der gleichnamigen Spielreihe gemeint, sondern Titel wie Emergency oder neuerdings auch der Polizei-Simulator. Hier bewährt ihr euch als Einsatzleiter in – Wortwitz! – brenzligen Situationen. Rescue 2: Everyday Heroes macht da erst einmal nichts anders. Als Leiter der örtlichen Feuerwehr-Einsatzzentrale des fiktiven Städtchens Belvitsia beginnt ihr mit einem popeligen Feuerwehrfahrzeug, einer Sanitätskutsche und lediglich drei Mitarbeitern, Feuerteufeln das Handwerk zu legen, Brände möglichst schnell zu löschen und Unfallopfer zu umsorgen.


Das Spiel ist dabei in drei Bereiche unterteilt: Zunächst wäre da die Wache, die als Basis eures Rettungstrupps dient. Hier seht ihr die euch zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge, kauft neue Ausrüstung, stellt Personal ein. Auf der zweiten Ebene werden euch aktuelle Brandherde und Unfallorte eingeblendet, zu denen ihr die Retter entsendet. Und die dritte Ebene ist die jeweilige Mission, die als Echtzeittaktik abgespult wird.

Rescue 2 - Everyday Heroes

Dämlich im Einsatzfahrzeug

Bis hierhin, und das wollen wir gar nicht verleugnen, macht Rescue 2 einen äusserst guten, runden Eindruck. Sobald es aber darum geht, die Brandherde zu löschen und Opfer zu bergen, offenbaren sich Dilemmata ohne Ende. Wir machen deshalb auch darauf aufmerksam, dass wir eine bereits gepatchte Version spielten, in welcher Wegfindungs- und Interaktionsprobleme der Vergangenheit angehören sollten. Nur leider haben die Entwickler es weder in der Day-One- noch einer anderen Version bislang geschafft, den IQ der Feuerwehrmänner und Sanitäter über den eines Liters Bodenestrichs zu erheben. Das Gruselkabinett gruseliger Verhaltensweisen beginnt bereits mit dem Eintrudeln am Unfallort. Die Verkehrsregeln vollkommen ausser Acht lassend, kacheln Einsatzfahrzeug und Leiterwagen mal links, mal rechts der Spur über den Bordstein, rauschen in andere Verkehrsteilnehmer oder rammen und blockieren sich gegenseitig, fest ineinander verkeilt. Dann doch mal am Ort des Geschehens angekommen, macht ohne euer Zutun keiner der Allzeithelden auch nur einen Handgriff. Alles, was an Einzelschritten zur Rettung unternommen wird, müsst ihr via fummeliger Hotkey-Steuerung oder äquivalenter Schaltflächen anweisen. Und das artet schnell in stressigem Mikromanagement aus. Allein das Verlegen eines Verteilers für Löschschläuche besteht aus fünf Aktionen: Aus dem Fahrzeug aussteigen, Verteiler aufnehmen, an Fahrzeug anschliessen, zum Ort rennen, wo das Ding liegen soll, und im letzten Schritt ablegen. Ärgerlich ist es dann auch, wenn sich die Feuerwehrleute gegenseitig im Weg stehen und fitzelig kleine Icons überhaupt nicht mehr erreichbar sind. Während eure Protagonisten in der Herde stehend die Landschaft verschönern, fackelt nebenan das Haus, die Scheune, ein Busch oder eine Hafenanlage, und die Verletzten dämmern ihrem virtuellen Tod entgegen.

Rescue 2 - Everyday Heroes
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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 27 Jul 2015 @ 13:34
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