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Shadow Warrior 2: Review

  Personal Computer 

Ihr habt Feierabend, wollt nicht viel nachdenken und einfach mal wieder nach Herzenslust auf Dämonen und andere fiese Gegner rasant ballern, schnetzeln und euch dabei noch halbwegs cool vorkommen? Shadow Warrior hatte uns bereits 2013 mit seinem derben Humor und dem unkompliziertem Metzelspaß gefallen. Kann der Nachfolger erneut das Ballerfieber in uns entfachen?

Eine Mixtur aus DOOM, Painkiller und Duke Nukem?

Ein wenig erinnert der Held ja an den Judas-Priest-Sänger Rob Halford. Sonnenbrille, Lederjacke. Fehlen nur das Bike und der metallische Sound der Painkiller-Platte. Da kommt beim Metaller-Freund ja direkt Sympathie auf, wenn man so einen Recken spielen kann. Also auf ins Gefecht. Shadow Warrior 2 spielt sich genau wie sein Vorgänger auch: sehr schnell. Mit aktivierter Sprinttaste rennt und springt ihr derart flink durch die Gegend, dass man sich unweigerlich an das Spielgefühl von DOOM erinnert fühlt. Deckungsmanöver oder automatische Heilung gibt es hier konsequenterweise nicht. Healthpacks, Schreine und Chi-Heilung helfen euch, nicht auch noch eure letzten Blutstropfen zu verlieren.

Flinke Ausweichmanöver habt ihr zur Genüge drauf, um gar nicht erst getroffen zu werden von fliegenden Raketen, heranspringenden Ninjas, gigantischen Dämonenschwertern oder einfach nur Hunderten anderer Geschosse. Weite Doppelsprünge, schnelle Bewegungen nach links, rechts, vorne oder hinten sind aber gewöhnungsbedürftig, speziell in den Levels, bei denen die Ausleuchtung im Neon-Punk-Stil förmlich vor den Augen verwischt. Es mag am Alter des Autors dieser Zeilen liegen, aber länger als eine Stunde ist das nicht empfehlenswert. Als Ninja könnt ihr selbst aus den größten Höhen herabspringen, ohne Schaden zu nehmen – das hat Vorteile, gerade wenn ihr von Gegnern zurückweicht und mal von einem Vorsprung herunterfallt. Aber auch Überraschungsangriffe von oben auf eure Feinde machen viel Spaß.


In der Rolle von Lo Wang bekommt ihr es auch diesmal wieder mit ganzen Horden von Dämonen sowie etlichen Cyber-Ninjas eines hochtechnologischen Konzerns zu tun. Selbst wenn ihr den Vorgänger nicht gespielt haben solltet, erhaltet ihr über die Zwischensequenzen mehr als genug Informationen, um euch in der Handlung zurechtzufinden. Vorausgesetzt, ihr wollt das überhaupt, denn selbst wenn ihr die Dialoge und Aufgabenstellungen konsequent abbrecht, kommt ihr im Spiel voran. Das liegt einerseits an den trotz gelegentlicher Weitsicht beschränkten Leveldesigns, die leider doch als schlauchartig bezeichnet werden müssen. Aber auch an der Tatsache, dass ihr hier nur äußerst selten euer Köpfchen benutzen müsst. Grundsätzlich reichen flinke Reaktionen an der Maus oder an den Buttons des Gamepads aus, um zu den nächsten Kontrollpunkten zu gelangen. Diese sind fair verteilt und lassen auch in späteren Levels Ruhepausen zu. Aber zurück zu den Dialogen, die ihr in englischer Sprachausgabe erhaltet: Ja, ihr könnt diese abbrechen, aber dann verpasst ihr auch viel vom derben Charme des Spiels.

Shadow Warrior 2
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 29 Nov 2016 @ 20:25
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