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Transport Fever: Review

  Personal Computer 

Alles einsteigen! Nachdem wir euch in unserer Vorschau die grundlegenden Funktionen von Transport Fever vorgestellt haben, schauen wir nun, da das Spiel offiziell im Handel erschienen ist, etwas genauer auf die beiden großen Kampagnen.

Go West! Die Kampagne in den USA

In dieser Geschichte geht es darum, im Wilden Westen eine Eisenbahnstrecke von Ost nach West zu realisieren, um das Land zu erschließen und die Transportwege zu verbessern. Da eure Konkurrenz bereits mit einer eigenen Strecke begonnen hat, ist ein schnelles Vorgehen angebracht. Die erste Mission beginnt im Jahr 1864 im Dorf Cheyenne, wo die bisherigen Gleise aus dem Osten ihren Endpunkt haben. Die Aufgabe besteht nun darin, euch Richtung Westen vorzuarbeiten und dadurch nach und nach die erste transkontinentale Eisenbahnlinie der USA zu schaffen.

Da euch allerdings gerade einmal 3 Millionen US-Dollar an Budget zur Verfügung stehen, müsst ihr beim Anlegen der Transportwege möglichst genau planen, um keine unnötigen Streckenabschnitte und damit verbundenen vermeidbaren Kosten zu haben. Auch solltet ihr möglichst keine Fehler bei eurer Streckenplanung machen, die anschließend korrigiert werden müssen, da auch dies die finanziellen Mittel sehr schnell verbraucht. Hier überzeugt das Spiel mit einer sehr anspruchsvollen und realitätsnahen Umsetzung, die euch am eigenen Leib erfahren lässt, was bei solch großen Bauvorhaben im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel an Geldern verschlungen wird.

Die erste Schwierigkeit der Mission besteht darin, genügend Arbeitskräfte für das immense Bauvorhaben zusammenzubekommen. Hierfür ist es zunächst erforderlich, die etwas abseits gelegene Getreidefarm mit den Lagerräumen in der Stadt zu verbinden, um eine optimale Versorgung der Arbeiter sicherzustellen. Dies unterstreicht erneut den Realismus des Titels, der sich inhaltlich nicht nur mit dem schlichten Bauen von Verbindungsstrecken zwischen verschiedenen Städten befasst, sondern auch die Rahmenbedingungen geklärt haben möchte.

Ist die Grundversorgung hergestellt, geht es darum, die Verbindung zur nächstgelegenen Stadt zu realisieren und dadurch den ersten Streckenabschnitt eurer Ost-West-Bahnlinie umzusetzen. Da sich zwischen den beiden Ortschaften mehrere Hügel befinden, euer Budget aber deutlich begrenzt ist, solltet ihr unbedingt darauf achten, die Bahnlinie zwischen den Erhebungen entlang zu konstruieren, um teure Tunnel zu vermeiden. Diese sprengen nämlich bereits nach wenigen Kilometern jeglichen finanziellen Rahmen, ebenso wie längere Brückenabschnitte über Flüsse oder Seen. Auch hier führt uns die Simulation sehr schön vor Augen, was es beispielsweise für ein Bundesland bedeutet, wenn es einen Tunnel auf einer Bahnstrecke realisieren muss. Die immensen Kosten, die dabei entstehen, lassen uns etwas Selbstverständliches wie einen Bahntunnel oder eine Überführung plötzlich aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten.

Beim weiteren Voranschreiten eurer Bahnlinie erwarten euch immer wieder kleinere oder größere Stolpersteine, die erst aus dem Weg geräumt werden müssen, bevor die Baumaßnahmen fortgesetzt werden können. Hierzu zählen beispielsweise die eingeborenen Indianer, die alles andere als erfreut darüber sind, wenn sich plötzlich ein eisernes Pferd an ihrem Zelt vorbeibewegt. Hier stehen uns verschiedene Lösungsmöglichkeiten zur Wahl, die allesamt Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte haben. Entscheiden wir uns zum Beispiel dafür, ihnen ein gleichwertiges Stück Land zu beschaffen, sind die Indianer zwar zufriedengestellt, unser Budget wird dadurch aber noch zusätzlich eingestampft. Wenn wir sie aber mit Gewalt vertreiben oder sie mit Feuerwasser bestechen, kann das die Ureinwohner künftig sehr aggressiv machen, was nicht gerade zuträglich für unsere Bahnstrecke ist, auf der schließlich auch Personen befördert werden sollen. Ein weiteres Mal überzeugt Transport Fever mit einer gelungenen Darstellung der Probleme, die bei der Realisierung einer solchen Bahnstrecke in den USA des 19. Jahrhunderts aufgetreten sein müssen und in abgewandelter Form auch heute noch Teil jeder neuen Autobahn- oder Zugstrecke sind.

Transport Fever
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Stephanie Walter

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Stephanie Walter am 16 Nov 2016 @ 00:43
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