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Trine 3 - The Artifacts of Power: Review

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Auf einer Flugreise saß vor uns ein asiatischer Geschäftsmann. Der las eine englische Handelszeitung. Über einem Artikel befand sich ein Zitat eines japanischen Wirtschaftsbosses: "Es ist in dieser heutigen Zeit mal etwas ganz Neues, beim Alten zu bleiben." Die Macher von Trine 3 hätten sich diese Aussage mal lieber zu Gemüte geführt, denn ihre größte Neuerung ging gründlich in die Hose und lässt den Titel in ungewohnte Wertungsregionen sinken.

In jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne?

Sowohl der erste als auch der zweite Teil der Trine-Reihe sahnten bei uns fette Wertungen ab und wurden völlig zuRecht gefeiert. Es machte einfach durchweg Spaß, mit den drei tapferen Helden die verschiedensten Geschicklichkeitsaufgaben in den toll gezeichneten Plattformwelten zu lösen und dabei die unterschiedlichen Fertigkeiten der Recken zu nutzen. Besonders schön: Es gab nicht immer nur die eine Lösung, man konnte manche Ebene auf verschiedenen Wegen erreichen.

Natürlich möchte man auch Neuerungen in einen dritten Teil bringen, denn oft haben sowohl Kritiker wie wir als auch die spielenden Fans bemängelt, dass man nur Aufgewärmtes zu erleben bekommt. Die Entwickler entschieden sich dazu, weg vom 2D-Spiel hin zu mehr Tiefe und Räumlichkeit zu gehen. Doch gerade der Schritt in die dritte Dimension verhagelt den Spielspaß der physikbasierten Puzzles und Sprungeinlagen in Trine 3 derart beträchtlich, dass das sonst so motivierende Spielprinzip in Frustration umschlägt. Etwas, was man aus den vorherigen Teilen nicht kannte. Denn selbst wenn man dort mal kurzzeitig nicht weiterkam, so konnte man doch ahnen, wie des Rätsels Lösung sein könnte und woran man gescheitert war.

Erneut übernehmt ihr die Geschicke der drei klassischen Trine-Helden Ritter, Diebin und Magier. Wo ihr in den vorherigen Teilen noch nach oben und unten, links und rechts gesteuert habt, kommt jetzt die Tiefe noch dazu. Ihr steuert also auch nach vorne und nach hinten. Dabei bleibt die Perspektive aber seitlich fixiert. Das ist auch schon das Kernproblem, denn so kann man Entfernungen nur sehr schlecht abschätzen und springt regelmäßig ins Leere. Zwar könnt ihr im Solomodus beim Ableben eines der Helden dann zu einem anderen Charakter wechseln und den Kollegen wieder aufpäppeln.Ärgerlich ist es aber allemal, wenn man wieder vom Kontrollpunkt anfangen muss, obwohl man bereits gut vorankam.

Optisch wieder eine Wucht, auch in der dritten Dimension

Frozenbyte scheint die Probleme auch erkannt zu haben, denn an einigen Stellen im Spiel merkt man, dass auch die Testabteilung wohl Probleme hatte. So wurde kurzerhand die Freiheit der Diebin beschränkt.Sie kann nun nicht mehr an allen hölzernen Objekten ihren Greifhaken anbringen, sondern nur noch an fest vorgegebenen Stellen. Und auch beim Zauberer hat man die Schere angesetzt und das willkürliche Herbeizaubern von Kisten oder Rampen samt Wunschgröße unterbunden. Jetzt bekommt ihr nur noch Standardkisten bereitgestellt. Und der dickbäuchige Ritter kann nun nicht mehr anderen Charakteren mit seinem Schild dienen, was speziell im Kooperativmodus oft eine wertvolle Hilfe war. Neue Fertigkeiten schaltet ihr im dritten Teil auch nicht frei, ihr kommt das gesamte Spiel mit den von Beginn an zur Verfügung stehenden aus.

Trine 3 - The Artifacts of Power
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 11 Okt 2015 @ 16:55
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