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Torchlight II: Review

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Der Entwickler Runic Games hat sich einiges vorgenommen. Mit dem Action-Rollenspiel Torchlight II wollen sie nicht nur den Vorgänger übertrumpfen, sondern auch einen Angriff auf das leicht angeschlagene Genreflaggschiff Diablo III starten - und das durchaus mit Erfolg!

Angriff auf Diablo

Bereits in den vergangenen Monaten hat die Branche im Allgemeinen und die Fans von Action-Rollenspielen im Speziellen über einen interessanten Zweikampf diskutiert. Auf der einen Seite das mehrere Millionen Dollar schwere Flaggschiff Diablo III aus dem Hause Blizzard Entertainment. Auf der anderen Seite das auf den ersten Blick deutlich unscheinbarere Torchlight II vom ebenfalls deutlich kleineren Studio Runic Games. Alles sprach im Vorfeld für die jüngste Episode von Diablo. Doch dieses hatte die hohen Erwartungen der Fans nicht ganz erfüllt, teilweise gab es sogar bittere Enttäuschungen. Kann Torchlight II diese Gunst der Stunde nutzen und sich in die Herzen der Genrefans kämpfen? Es kann!

Das liegt gleich an mehreren Aspekten, die bei Torchlight II schlicht und einfach besser sind, als es Blizzard bei Diablo III gemacht hat. Das fängt bereits bei der Wahl der Heldenklasse an: Zwar gibt es mit dem Outlander (Fernkämpfer), dem Embermage (Elementarmagier), dem Berserker (Nahkämpfer) und dem Engineer (Hybrid-Klasse) insgesamt nur vier Auswahlmöglichkeiten. Dafür ist es im Gegenzug möglich, diese zu individualisieren - zumindest im Ansatz. Viel Spielraum gewährt euch der rudimentäre Editor nicht, doch immerhin sehen somit nicht alle Embermages gleich aus. Sogar die Art des tierischen Begleiters könnt ihr bestimmen. Soll es lieber eine kräftige Bulldogge oder ein flinker Falke sein? Auf diese Begleiter gehen wir später nochmals genauer ein.

Schon nach den ersten Minuten wird zudem klar, dass Torchlight II bezüglich der Heldencharaktere noch ein anderes Ass im Ärmel hat: das Talentsystem. Während dieses bei Diablo III relativ simpel gehalten wurde, präsentiert Runic Games ein deutlich komplexeres oder zumindest vielschichtigeres Konstrukt. Jede Klasse verfügt über drei Talentbäume, innerhalb denen verschiedene aktive und passive Fertigkeiten zur Auswahl stehen. So kann sich beispielsweise der Embermage auf Frost-, Feuer- oder Blitzmagie spezialisieren, der Outlander schult den Umgang mit Schrotflinten oder Pistolen, und der Berserker verbessert seine Kampfkraft und kann sich mithilfe von Tiermagie verstärken. So könnt ihr dann zum Beispiel den Engineer entweder mit einer dicken Kanone ausstatten und euch durch die Monsterhorden ballern, oder ihr steckt ihm eine Zweihandwaffe in die Hand und lasst den Boden erzittern.

In jedes Talent könnt ihr mehrere Punkte investieren und auf diese Weise verschiedene Rangstufen erlangen, die wiederum zusätzliche Boni freischalten. Dieses System bietet deutlich mehr Spielraum für Experimente und die Individualisierung der Charaktere. Das erhöht natürlich auch den Wiederspielwert von Torchlight II ungemein. Zudem dürft ihr bei jedem Stufenaufstieg Punkte auf Attribute wie Stärke, Geschicklichkeit und Vitalität verteilen - auch das fehlt bei Diablo III komplett. Allerdings könnt ihr bei den Nicht-Spieler-Charakteren in der Stadt jeweils nur die drei jüngsten Talentpunkte zurücksetzen lassen. Da hätten wir uns etwas mehr Komfort gewünscht.

Torchlight II
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Andre Linken


Torchlight-II


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Andre Linken am 01 Okt 2012 @ 14:16
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