GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Crusader Kings II: Review

  Personal Computer 

Optimiertes Interface

Im Vergleich zum ersten Teil des Strategiespiels hat Paradox Interactive das Interface ordentlich aufgeräumt. Da ist zum einen natürlich die gesamte grafische Präsentation, die durch die schöne Weltkarte mit ihren liebevoll designten Terraindetails überzeugen kann. Diese könnt ihr auch praktischerweise in verschiedene Farben einfärben lassen, um zum Beispiel einen besseren Überblick über die Religionen, die Herrscher oder das Verhältnis der Länder zu euch zu bekommen.

Zum anderen wirken die Menüs aufgeräumt und klar strukturiert. Sicherlich gibt es hier und da Fenster, die durch ihren Informationsgehalt etwas erschlagend wirken, doch Crusader Kings II ist ein komplexes Spiel, welches sich durch die vielen Einflussmöglichkeiten abhebt. Daher wirken die Menüs stellenweise zwar voll, aber stets sinnvoll strukturiert und nach einer gewissen Einarbeitungszeit leicht zu bedienen.

Apropos Einarbeitungszeit: Wer Crusader Kings II wirklich verstehen will, der sollte sich, wie für das gesamte Spiel, viel Zeit nehmen. Um die Einstiegshürde etwas niedriger zu gestalten, gibt es dieses Mal endlich ein Tutorial, welches die grundsätzlichen Elemente des Spiels und die Menüführung erklärt. Das Ganze ist zwar nicht vertont und wirkt eher oberflächlich, ist aber im Gegensatz zum komplett fehlenden Tutorial des ersten Teils ein grosser Schritt in die richtige Richtung. In der Einführung macht sich allerdings die etwas schwache deutsche Lokalisierung bemerkbar. Da ragen Texte über die Fenster hinaus oder sie überschneiden sich mit anderen Texten. Ausserdem wurde nicht immer ideal übersetzt - das eine oder andere Wort wurde gar wortwörtlich und nicht sinnvoll eingedeutscht. So wird aus den "Holy Orders", also den heiligen Befehlen, zum Beispiel ein "Glaubensorden".

Auf zum Gefecht

Im Gegensatz zu anderen Titeln von Paradox wurden die Kriegsoptionen stark beschnitten. Zwar wurden die taktischen Möglichkeiten im Vergleich mit dem Vorgänger um einige Optionen erweitert, doch gegen ein Europa Universalis III zieht Crusader Kings II naturgemäss klar den Kürzeren. Das ist aber in diesem Rahmen gar nicht so schlimm, immerhin liegt der Hauptfokus des Spiels klar auf der sozialen Komponente und der Dynastie. Dennoch habt ihr genügend Möglichkeiten, eure Truppen zusammenzustellen und sie über verschiedene Flanken in ein Land eindringen zu lassen. Leider haben die verschiedenen Anführer nicht den erhofften grossen Einfluss auf die Kämpfe, die etwas zu starr wirken. Ebenfalls etwas starr ist die künstliche Intelligenz, die zu keinem Zeitpunkt ihr vollständiges Potenzial nutzt. Zwar wirkt dies auf den ersten Blick wie ein negativer Punkt, doch letztlich stellt sich die etwas schwächere KI als Pluspunkt heraus. Würde der Computer genauso gnadenlos wie der Spieler agieren, würde eine Partie Crusader Kings II in Arbeit ausarten.

Crusader Kings II
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

 

Crusader-Kings-II


Crusader-Kings-II


Crusader-Kings-II


Patrik Nordsiek am 08 Mrz 2012 @ 19:26
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen