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Grotesque Tactics 2 - Dungeons & Donuts: Review
Entwickler Silent Dreams hatte uns mit dem humorvollen Rollenspiel-Strategie-Mix Grotesque Tactics - Evil Heroes seinerzeit positiv überraschen können. Mittlerweile ist der Nachfolger erhältlich und trägt den Beinamen Dungeons & Donuts. Behalten die Entwickler ihren Stil mit ironischen Bemerkungen und witzigen Unterhaltungen bei oder verkommt der Titel zu einem eher platten Aufguss?
Nebulöser AnfangDer Nachfolger schliesst an die Geschehnisse des ersten Teils an. Das Königreich wurde gerettet und die Dark Church zerschlagen. Doch es bleibt kaum Zeit, diesen Sieg zu geniessen, denn inmitten der Feierlichkeiten breitet sich ein unheimlicher Nebel aus. Umhüllt dieser Nebel eine Person, verschwindet diese schreiend im Nichts. Die versammelte Heldengruppe flüchtet in ein weitläufiges Höhlensystem. Drei Gilden machen sich gemeinsam auf die Suche nach Nahrung und nach einem Ausweg aus der ungemütlichen Lage.
In Echtzeit lauft ihr durch die in technischer Hinsicht wenig ansehnlichen, aber immerhin in sich stimmig-düster gehaltenen Fantasy-Umgebungen. Oftmals mangelt es allerdings an abwechslungsreichen Details, vor allem in Gewölben. Der Comiclook des Vorgängers ist passe, es geht etwas ernsthafter hinsichtlich der grafischen Aufmachung zu. Allmählich baut ihr eure aus bis zu sieben Mitgliedern bestehende Gruppe auf und seid fortan gemeinsam unterwegs. Nur in der Zuflucht steuert ihr grundsätzlich Held Drake ganz allein. Diese Zuflucht dient euch gleichermassen als Lager und Handelsplatz, aber ebenso als der Ort, in welchem ihr neue Aufträge einholen könnt. Erst wenn ihr auf einen oder mehrere Gegner trefft, wechselt das Spiel in den Rundenmodus. Wie aus anderen Titeln gewohnt, steht euch als auch euren Widersachern dann eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten zur Verfügung, die man für Bewegung oder Kampfmanöver verwendet.
Die Kämpfe machen überraschend viel Laune, auch wenn die taktischen Möglichkeiten nicht so umfangreich ausfallen, wie man anfänglich noch glaubt. Immerhin: Es gibt Boni auf erhöhte Fernkämpfer, Extraschaden für Attacken von hinten, und auch der Einsatz von speziellen Talenten und Fähigkeiten ist möglich. Gezielte Attacken auf einen einzelnen Feind oder verheerende Flächenangriffe stehen im späteren Verlauf zur Auswahl und beleben die meist monoton ablaufenden Gefechte. Schaden nehmt ihr dennoch reichlich, sofern ihr nicht den leichtesten der drei zur Verfügung stehenden Schwierigkeitsgrade ausgewählt habt. Da eure Heldengruppe sich nicht automatisch nach den Kämpfen heilt, müsst ihr euch selbst darum kümmern. Aufgrund zahlreicher Heiltränke und der Option, aktiv mit einem Heiler zu helfen, kommt ihr jedoch selten in die Situation, bis auf den letzten Blutstropfen kämpfen zu müssen. Sterben Gruppenmitglieder, fallen sie bewusstlos zu Boden und stehen nach dem Gefecht wieder auf, es sei denn, die komplette Abenteurergruppe wird ausgelöscht.
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 Markus Grunow
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