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Port Royale 3: Review
KomfortfunktionenDer bereits erwähnte niedrige Schwierigkeitsgrad in den ersten Stunden hat auch seine Gründe. Die Programmierer waren sehr grosszügig beim Integrieren von Komfortfunktionen. Das Erstellen von Handelsrouten ist klasse gelöst und sofort kapiert. Man kann dem Kapitän eines Schiffes per Klick befehlen, ob er möglichst viel Profit machen oder nur Waren vom eigenen Lager zum anderen transportieren soll. Stellt man auf "Profit" beziehungsweise "Wohlstand", ist das schnelle Geld nur eine Frage der Zeit. Und diese kann man mit bis zu fünffacher Geschwindigkeit beschleunigen. Wer demnach etwas Mammon für einen Häuserkauf (oder was auch immer) benötigt, aktiviert eine gute Handelsroute und wartet ab. Ganz so einfach war das bei Patrizier IV nicht. Möchte man Routen ganz individuell gestalten, ist übrigens auch das möglich. Ein Tipp noch am Rande: Manch praktische Funktionen (etwa in eigenen Lagern) verbergen sich hinter unscheinbar oder gar unwichtig erscheinenden Menüs. Es lohnt sich öfter, genauer hinzuschauen.
Aufgrund der Tatsache, dass die Reisewege von A nach B relativ kurz ausfallen und es nüchtern betrachtet nicht ganz so viel in der Welt von Port Royale 3 zu entdecken gibt, ist der Herausforderungsgrad überschaubar. Aber es sei zugleich betont: An Abwechslung mangelt es nicht. Die Missionen im Verlauf der Kampagne(n) sind vielfältig, unterhaltsam und launig. Schön ist ferner die Tatsache, dass man direkt in den Städten die Kamera frei drehen sowie wenden kann und so stets den Überblick über das Gewusel bewahrt. So schön wie bei einem Anno sieht das zwar nicht aus, mehr als zweckmässig ist das Gebotene aber allemal.
Der Sinn?Und wozu all das? Nun, das Ziel von Port Royale 3 ist es, kontinuierlich an Macht zu gewinnen. Sogar das Übernehmen von Städten ist eine denkbare Option - ja, das gab's schon im Vorgänger. Als Abenteurer macht man die Weltmeere unsicher, kann aber das gleiche Ziel erreichen wie als Händler: die Vorherrschaft über den gesamten Karibikraum Das wiederum ist dann doch sehr aufwändig, schliesslich konkurrieren mehrere Nationen (England, Spanien, Frankreich, Holland) miteinander, und die Freibeuter sollte man ebenfalls nicht unterschätzen. Bis man die 60 Städte unter Kontrolle und eine regelrechte Kriegsarmada aufgebaut hat, werden etliche Stunden vergehen. Wer es nicht eilig hat, der kann sich im Endlosmodus im wahrsten Sinne des Wortes austoben und Taktiken in Ruhe ausprobieren. Nach spätestens zehn Stunden wird man auch die Feinheiten von Port Royale kennen, darunter das genaue Definieren von Konvois, das Bewaffnen der 15 Schiffstypen und das Optimieren von Handelswegen. Es gibt also durchaus viel zu entdecken, jedenfalls für Genrefans.
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