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Legend of Grimrock: Review

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Ein weiterer Aspekt neben Rätseln und Kämpfen ist die Lebensmittelversorgung eurer Helden. Je nachdem wie viel sie mit sich herumschleppen und wie sehr sie gefordert werden, nimmt ihr Hungergefühl zu. Das kann zur Einschränkung der Leistungsfähigkeit und schliesslich zum Hungertod führen. Folglich ist es wichtig, die Gruppe regelmässig zu füttern. Ob Fleischfilets von frisch getöteten Velociraptoren, vergammelte Brotlaibe oder proteinreiche Insekten - Gourmets sind in den Verliesen fehl am Platze. Es wird gegessen, was ins Inventar krabbelt.

Getötete Gruppenmitglieder sind übrigens nicht für immer verloren. An hübschen blauen Leuchtkristallen könnt ihr sie wiederbeleben und gleichzeitig die komplette Gruppe regenerieren. Letzteres geht alternativ über das Rasten, von dem wir jedoch abraten. Erstens steigert es den Heldenhunger, zweitens besteht die Gefahr von Überraschungsangriffen. Einzig interessant sind die Traumsequenzen, in denen jemand aus den Tiefen Grimrocks zu euch spricht. Jemand, der dort seit langer Zeit gefangen ist und seine Hilfe anbietet.

Natürlich habt ihr manchmal keine andere Wahl und müsst rasten, weil der nächste Kristall zu weit weg ist. Unter Umständen eine spannende Angelegenheit. In der Testphase war nur noch unsere Jägerin Ricarda übrig - mit einem Fitzelchen Lebensenergie und ohne Tränke. Die Gänge verschachtelt und mit Gegnern bevölkert - eine Verschnaufpause wäre zu gefährlich gewesen. Zwei Räume weiter hörten wir einen rettenden Kristall surren. Vorigen Spielstand laden? Nein, Augen zu und durch! Eine Kreatur nach der anderen streckten wir in mühsamer Kleinarbeit mit der Armbrust nieder, wichen jedem Angriffsversuch erfolgreich aus. Dann waren uns zwei flinke Riesenfliegen auf den Fersen - wir hätten ob ihrer pfeilschnellen Angriffs- und Bewegungsgeschwindigkeit keine Chance gehabt. Im letzten Moment flüchteten wir in den Kristallraum und schlossen die schützende Tür hinter uns. Ein Glück, dass die Ungeheuer Grimrocks über eine eher moderate Intelligenz verfügen und das Öffnen von Türen nicht zu ihrem Repertoire gehört.

Technik

Überraschend hübsch ist Legend of Grimrock geworden. Vor allem Licht- und Schatteneffekte, aber auch diverse Zauber können sich sehen lassen. Schockgefrostete oder brennende Gegner, Feuerbälle, Leuchtkristalle, wuchtige Eiswellen - kaum zu glauben, dass man ein 15-Euro-Spiel vor sich hat. Sichtbar wird das erst bei genauerem Hinsehen, nämlich bei den Texturen. Ganze Wandreihen und Abschnitte sind teilweise mit einer sich wiederholenden Textur beklebt. Jede Steinerhebung, jeder Kratzer, jedes Loch ist identisch. Hier und da wurden Ketten oder Embleme drangepappt. Für jedes Vollpreisrollenspiel wäre das ein Todesurteil, in Grimrock stört es seltsamerweise nur wenig. Ein weiteres Indiz für kurze Entwicklungszeit und geringe Ressourcen sind die spartanischen Zwischensequenzen. Keine aufwändigen Renderszenen, sondern malerische Standbilder oder reine Textbotschaften führen die Handlung auf sehr spärlichem Niveau fort. Keine Dialoge, keine richtigen Quests. In Grimrock zählen reines Erkunden, Kämpfen und Rätseln./h2

Legend of Grimrock
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Daniel Boll am 27 Apr 2012 @ 19:16
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