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15 Days: Review

  Personal Computer 

Overclocked-Schöpfer House of Tales schickt euch in 15 Days auf Diebestour zu einem guten Zweck. Leider scheint die Spieleschmiede dabei Spielspass und Qualitätssicherung ausser Acht gelassen zu haben. Näheres könnt ihr im Testbericht nachlesen.

Bernard, Cathryn und Mike leben in einer beschaulichen Dreier-WG und führen ein Doppelleben. Offiziell gehen sie unscheinbaren Berufen nach, doch werden sie nachts zu professionellen Kunstdieben, die mit dem Erlös gestohlener Kunstwerke anonym gemeinnützige Vereine unterstützen. Den Robin Hoods der Moderne werden die riskanten Aktionen allerdings langsam zu heiss, also ziehen sie einen letzten, äusserst lukrativen Auftrag an Land. Für einen zwielichtigen Geschäftsmann sollen sie in diverse Museen einbrechen und Porträts bekannter Persönlichkeiten entwenden. Zur selben Zeit macht sich Interpol-Cop Jack Stern nach London auf, um den plötzlichen Tod des britischen Aussenministers zu untersuchen.

War es Selbstmord oder Mord? Und wieso führt die Spur in Richtung der Kunstdiebe? Das gilt es herauszufinden. Hierzu schlüpft ihr abwechselnd und stets vom Programm vorgegeben in die Rollen der vier Protagonisten. Ihr trefft euch mit dem Auftraggeber, plant Museumseinbrüche, recherchiert Fakten und werdet dabei stets unterfordert. Die enthaltenen Multiple-Choice-Gespräche könnten genauso gut vollautomatisch ablaufen, denn meist steht sowieso nur eine Dialogoption zur Auswahl. Immerhin gibt es durchaus schräge Typen und witzige Sprüche, allen voran Jack Stern, der euch mit seiner zynischen Art sicher mehrmals zum Schmunzeln bringen wird. Und obwohl die deutsche Sprachausgabe recht solide geworden ist und von den Charakteren absolut lippensynchron wiedergegeben wird, will bei den zahlreichen Dialogen kaum Atmosphäre aufkommen. Zu hölzern sind die Animationen, zu eingeschränkt Mimik und Gestik. Da wirkt selbst Star Trek-Android Data menschlicher und ausdrucksstärker. Schade.

Wenn ein Adventure schon nicht von mitreissenden Dialogen lebt, dann doch sicher von seinen Rätseln? Leider nein. Wenn ihr nicht gerade mit der simplen Suche nach Gegenständen beschäftigt seid, checkt ihr die Sicherheitssysteme von Museen ab und fühlt euch wie in einem Wimmelbildspiel. Das ist sowieso lächerlich, unterhalten sich die Diebe doch lautstark über Funk miteinander oder postieren sich auffällig vor Kameras, um sie auf einem Plan einzuzeichnen. Fehlt nur noch ein T-Shirt-Aufdruck, der auf den geplanten Einbruch hinweist. Liebe Entwickler, mit ganz einfachen Stilmitteln hättet ihr das Ganze weitaus authentischer gestalten können. Etwa mit flüsterndem Funkkontakt und dezenterem Verhalten der Protagonisten.

15 Days
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 16 Dez 2009 @ 01:26
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