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Gods - Lands of Infinity: Review
In ihrem mittlerweile siebenjährigen Bestehen hat die slowakische Spieleschmiede Cypron Studios gerade mal vier Produkte veröffentlicht. Eines davon ist das Rollenspiel-Projekt Gods: Lands of Infinity, das seit letztem Monat zum Budgetpreis im Handel erhältlich ist. So viel sei schon mal verraten: Anfangs konnte es uns überhaupt nicht überzeugen, doch letztlich zeigte das Spiel, was in ihm steckt.
Die Götter müssen verrückt seinDie Fantasy-Welt Bellarion ist von einem Krieg gezeichnet, den diverse Gottheiten untereinander austragen. Unter deren Machtkampf leidet vor allem die Bevölkerung, werden doch ganze Landstriche von aggressiven Monstern und Tieren beherrscht. Feuergott Arswaargh hat die Nase voll vom Ungleichgewicht der Macht und entsendet Vivien, eine junge Frau mit versteckten Talenten, als Friedensstifterin.
Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, ist die junge Dame - die auf der deutschen Verpackung fälschlicherweise als Lydia bezeichnet wird - anfangs eher spärlich mit Kampf- und Magiefähigkeiten ausgestattet. Ihr steuert Vivien mit Maus und Tastatur aus der Ego-Perspektive, allerdings nicht so simpel wie etwa in modernen Shootern. Um nämlich die Sicht schnell und komfortabel zu ändern, müsst ihr stets eine Maustaste gedrückt halten. Ein Umstand, an den man sich aber schnell gewöhnt, vor allem dann, wenn man ein alter Zockerhase aus den Neunzigern ist.
Ihr startet in dem Städtchen Slavingrad, das für seinen attraktiven Marktplatz und als Residenz des Prinzen Voldomir bekannt ist. Eure Hauptaufgabe besteht darin, verschiedene Götter zu finden und sie um Hilfe zu bitten. Erste Gespräche mit den Einwohnern haben nicht nur hilfreiche Tipps für die Hauptquest zur Folge, sondern auch erste Nebenaufträge, von denen ihr im Spielverlauf natürlich einige erhalten werdet. Für Abwechslung ist in dieser Hinsicht gesorgt. So müsst ihr etwa Leute von einem Ort zum anderen eskortieren, die Klauen oder Schwänze von bestimmten Tieren besorgen oder vermisste Personen finden.
Do it yourselfLeider ist das Questlog nicht besonders übersichtlich und damit ihr euch zurechtfindet, müsst ihr schon selbst Hand anlegen. Wie? Nun, jede Location verfügt über eine Übersichtskarte, auf der ihr manuell Notizen verewigen könnt. Um also eine in den äussert knappen Missionsbeschreibungen genannte Person später wiederzufinden, ist es hilfreich, die Position selbiger auf der Karte zu markieren. Optimalerweise macht ihr euch nebenbei noch handschriftliche Notizen, denn oftmals fehlt im Questlog der Ortsname, an dem sich euer Auftraggeber befindet. Ein missionsbasierender Richtungspfeil hätte hier schon für ausreichende Abhilfe gesorgt, doch leider haben die Entwickler daran auch nicht gedacht. Schade!
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 Daniel Boll
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