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Bioshock: Review

 
Hersteller: 2K Boston
Publisher: Take-Two Interactive Software
Genre: Action: 3D-Shooter
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
Spieler: nur Singleplayer
Weitere Infos: Game-Facts zu Bioshock

Fazit von Daniel Boll

Es ist unmöglich, die Vielseitigkeit von BioShock in einem Artikel unterzubringen. Die Entwickler nannten ihr Projekt in vielen Interviews schlicht einen Ego-Shooter. Was für eine masslose Untertreibung. Was nämlich als atmosphärischer Grusel-Shooter beginnt, entpuppt sich nach und nach als Genre-Mixtur, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. In allen Bereichen ist das Spiel verdammt nahe an der Perfektion. Das geht bei der überaus stimmungsvollen und glaubwürdigen Präsentation der Unterwasserwelt los. Hier zeigt die Unreal-Engine 3 wahrlich, was sie drauf hat und was künftig noch von ihr zu erwarten ist.

Plasmide und Tonika, Hackfeatures, aufrüstbare Waffen und die interaktive Umgebung lassen einfach keine Langeweile aufkommen. Die Gefechte machen sowieso schon alleine dank pfiffig agierender Widersacher übelst Laune. Damit nicht genug, werdet ihr immer wieder vor moralische Entscheidungen gestellt, die euch im Spielverlauf Vor- oder Nachteile einbringen können. Abseits des Handlungsstranges laden zudem zahlreiche Verstecke mit lohnenswerten Boni ein, die Welt zu erkunden. Ach so, ich habe im Artikel noch gar kein Wort über das intuitive Navigationssystem verloren. Ein kleiner Pfeil weist nicht stumpf in die Himmelsrichtung des Zielortes, sondern führt schnurstracks und verlässlich durch das Areal. Notfalls hilft eine Vollbild-Übersichtskarte, letzte Orientierungsprobleme zu beheben. Vorbildlich!

Die Schwachpunkte sind marginal und an einer Hand abzuzählen. Am nervigsten ist es wirklich, dass bereits gesäuberte Räume immer wieder von Splicer heimgesucht werden. Der Rest lässt sich mit einem Patch locker beheben. Etwa der fehlerhafte 5.1-Sound und die asynchronen Untertitel. Die seltsame Online-Aktivierung dürfte auch nicht jedermanns Sache sein, muss das Spiel doch vor einer Windows-Neuinstallation zwingend deinstalliert werden. Warum? Weil der Aktivierungs-Server sonst den CD-Key nicht wieder freigibt, was viel unnötigen Ärger auf Kundenseite zur Folge haben könnte.

Also, worauf wartet ihr noch? Ein heisser Anwärter auf das Spiel des Jahres 2007 liegt im Handel für euch bereit. Qualitativ bekommt ihr mit BioShock sowieso einen der besten, durchdachtesten und vielseitigsten Titel aller Zeiten. Und trotz fehlendem Mehrspielermodus ist der Wiederspielwert hoch.

Wir testeten übrigens die gekürzte deutsche Version, in der übertriebene Bluteffekte und zerstückelte Leichen fehlen. So blöd wir Zensuren auch finden: Der Atmosphäre schaden sie in diesem Fall wirklich kaum. BioShock ist trotzdem noch ordentlich brutal und gehört keinesfalls in Kinderhände. Verkohlte Leichen, Blutspritzer und schreiend umherlaufende, brennende Splicer sind nämlich weiterhin im Spiel.

Anmerkung: Seit geraumer Zeit testet und wertet GBase auf Grundlage der normalen Verkaufsversion eines Spiels. Eventuell erschienene Patches fliessen nicht mehr in die Wertung mit ein. Es wird im Artikel höchstens auf Verbesserungen hingewiesen, die so ein Patch mit sich bringt.

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Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Faires Spieldesign
+ Gelungene Sprachausgabe
+ Hammermässige Atmosphäre
+ Interaktive Umgebung
+ Intuitive Steuerung
+ Motivierende Gefechte
+ Pfiffige Gegner-KI
+ Prächtige, glaubwürdige Grafik
+ Unglaublich vielseitig
- Asynchrone Untertitel
- Fehlerhafter 5.1-Sound
- Online-Aktivierung mit Tücken
- Ständiger Gegnernachschub

Gesamtwertung: Wertung: 95
GBase Score:
9.5
Herausforderung: Hoch
Geeignet für Amateure
Spieldauer: 10 - 15 Std.
Abwechslung: Sehr hoch
Atmosphäre: Sehr gut
Langzeitmotivation: Sehr hoch
Bedienung: Komfortabel
Preis/Leistung: Gut
Multiplayer: Keiner

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Daniel Boll am 24 Aug 2007 @ 00:16
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