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Sniper Elite - Berlin 1945: Review

  Personal Computer 


Auch die KI macht einen durchweg ordentlichen Job und versteht es, dem Spieler das Leben zu erschweren. Nach dem Prinzip ?One shot, one kill? gilt es, sämtliche Gegner separat auszuschalten, ein gezielter Schuss auf einen Gegner in einer Gruppe hat zur Folge, dass zwar hierdurch ein Volltreffer erzielt werden kann, die restlichen Gegner aber nun aufgeschreckt sind und sich schnellstmöglich in Deckung begeben. Das Schlimmste, was einem Scharfschützen passieren kann, ist die Ortung. Sobald die Feinde die eigene Stellung ausgemacht haben, ist es so gut wie vorbei, sollte man sie nicht gerade von einem Dach aus aufs Korn genommen haben. Jedoch auch für den Nahkampf ist der Spieler bestens gerüstet und darf sich an erlegten Gegnern bedienen und sich mit Maschinenpistolen, Handfeuerwaffen mit Schalldämpfern und sogar einem Raketenwerfer eindecken.

Erlegte Gegner kann man in Sam Fisher-Manier aus dem feindlichen Sichtbereich tragen, an uneinsehbaren Orten platzieren und so die Wahrscheinlichkeit minimieren, entdeckt zu werden,. Herumliegende Steine bieten sich regelrecht dazu an, Gegner abzulenken und sie aus dem Hinterhalt zu erledigen.

Die Missionen sind grösstenteils recht simpel, aber abwechslungsreich ausgefallen. Vom einfachen Ausschalten einer Zielperson, der Rückendeckung einer fliehenden Person bis zum Sprengen von feindlichen Geschützen bietet das Spiel eine Menge Abwechslung.

Technik

Steuerungstechnisch zerrt Sniper Elite des Öfteren an den Nerven des Spielers, denn es passiert leider allzu oft, dass man an Ecken hängen bleibt oder sich in zerstörten Wänden verkeilt. Von der Bedienbarkeit her gibt es allerdings nichts zu beanstanden, sämtliche Tasten lassen sich individuell belegen, um sich den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Grafisch verdient das Spiel leider auch kein grosses Lob, triste Levels mit monotonen Farben erzeugen schon kurz nach Spielbeginn das Gefühl, diesen Abschnitt schon einmal besucht zu haben. Historische Gebäude wie der Reichstag oder das Brandenburger Tor heben das Leveldesign ein wenig hervor, täuschen aber nicht über den insgesamt tristen Eindruck hinweg. Zwar haben die Entwickler versucht, die Umgebung ein wenig lebhaft zu gestalten mit vorbeifliegenden Flugzeugen am Himmel oder einschlagenden Bomben, welche die Atmosphäre nochmals steigern sollen, gelungen ist es ihnen aber nur teilweise. Auch wenn es hier und da mal einen netten Effekt gibt, bleibt der triste Eindruck bestehen.

In Sachen Sound gibt es oberflächlich betrachtet nichts zu meckern, zwar kommt er nur in Stereo rüber und Bomben- beziehungsweise Granateneinschläge sind nicht zu orten, aber darauf kommt es dem Spiel in erster Linie auch nicht an. Erfreulich ist die Tatsache, dass dem Game eine deutsche Synchronisation verpasst wurde. Im Detail hört sich diese allerdings sehr emotionslos und kalt an, schade drum. Die Musikuntermalung ist allerdings perfekt gelungen und untermalt das Geschehen wunderbar, ein dickes Atmosphäreplus!

Sniper Elite - Berlin 1945
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Marco Peters am 06 Dez 2005 @ 21:53
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