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Etwas enttäuschend ist Guild Wars, was die Sammelwut angeht. Man hat zwar gerade in der richtigen Welt sein Inventar recht schnell mit wiederverwertbaren Gegenständen voll und findet auch recht häufig magische Waffen, deren Extra-Fähigkeiten man mittels Identifizierungswerkzeug herausfinden kann. Jedoch ist nur selten ein richtig krasses Objekt dabei. Magischer Schmuck fehlt ausserdem gänzlich. Ein Grund, der den Kritikpunkt durchaus abschwächt, könnte das Bestreben der Entwickler nach perfektem Balancing sein. Frühzeitige Superhelden wären also Fehl am Platz.
Wie anfangs bereits kurz angesprochen, sind die Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Mitspielern hervorragend. Es gibt zuschaltbare Buddy-Listen und die Möglichkeit, unabhängig vom Aufenthaltsort mit anderen Menschen zu chatten. Dabei sind vor allem die zahlreichen Emotionskommandos für Lacher gut, die man im Chatfenster eingeben kann. Wenn ein Krieger mit "/airguitar" ein Gitarrensolo imitiert während eine Nekromantin mit "/dance" dazu tanzt und ein Magier mit "/flute" Flöte spielt, bleibt oftmals kein Auge trocken.
Vor allem hinsichtlich der Fehlermenge haben sich die langen Betaphasen ausgezahlt. Guild Wars weist zumindest im ersten Viertel der Spielwelt, für das wir übrigens bereits weit über 25 Stunden benötigten, erstaunlich wenig Bugs auf. Lagbedingt kann es zum Beispiel passieren, dass sich Gegner kurzfristig durch die Gegend beamen und plötzlich in einem Baum drinstehen. Ernster sind dagegen schon diverse Quest-Bugs, die es einem nur über Umwege ermöglichen, ein Ziel zu erreichen. Dass man mit der Kamera durch manche Wände clippen kann, fällt da schon weniger ins Gewicht. |
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