GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Treasure Island: Review

  Personal Computer 

Ein blonder Möchtegernseefahrer auf der Suche nach einem sagenumwobenen Piratenschatz? Da werden Erinnerungen an Lucas Arts' geniale Monkey Island-Reihe wach. Was nur wenige wissen: Die Abenteuer rund um Guybrush Threepwood wurden stark von einem Roman namens Die Schatzinsel inspiriert. Und eben jene Lizenz sicherte sich die deutsche Spieleschmiede Radon Labs, um aus der Erzählung ein klassisches Adventure zu kreieren. Ob Treasure Island seiner Vorlage gerecht werden und sogar die Monkey Island-Spiele ausbooten kann?

Guybrush Hawkins?

Monkey Island-Fans, die die Romanvorlage bisher nicht gekannt haben, werden ob der Ähnlichkeit des Protagonisten Jim Hawkins mit Guybrush Threepwood verblüfft dreinschauen. Doch vergesst nicht: Streng genommen ist es umgekehrt. Schliesslich hat sich Lucas Arts grosszügig bei der Schatzinsel bedient, als Monkey Island entstanden ist. Generell hat die urkomische Adventure-Reihe abgesehen von der Thematik aber wenig mit Treasure Island gemein. Radon Labs konzentrierte sich auf eine möglichst detailgetreue und seriöse Umsetzung der Geschichte. Wer also Gags am laufenden Band sucht, wird enttäuscht.

Treasure Island versprüht vielmehr seinen ganz eigenen Charme. Ihr startet mit Jim Hawkins vor dem Grab seiner Eltern, von denen er eine Gaststätte geerbt hat. Der gutmütige Dr. Livesey, ein Freund der Familie, kümmert sich seit dem Tod der Eltern um Jim. Ein Umstand, den Jim nicht immer begrüsst, fühlt er sich doch häufig zu stark bevormundet. Eines Tages bewirtet Jim einen skurrilen und trinkfesten Typen namens Bill Bones, der behauptet, ein berüchtigter Pirat zu sein und den Aufenthaltsort eines grossen Schatzes zu kennen. Doch erst, als Bones von Piraten ermordet wird, schenkt Jim seinen Erzählungen Glauben. Kurze Zeit später gelangt er in den Besitz einer Schatzkarte und macht sich zusammen mit Livesey, seiner Jugendfreundin Antoinette und ihrem Vater auf die Suche nach dem Schatz.

Moderater Schwierigkeitsgrad

Es wäre ja langweilig, wenn die Suche ohne Hindernisse verlaufen würde. Schon eine geeignete Mannschaft für ein angeheuertes Schiff zu finden, stellt ein Problem dar, mit dessen Lösung ihr beauftragt werdet. Hier wird direkt deutlich, dass Treasure Island zwar längst nicht an den sprühenden Sarkasmus der Monkey Island-Spiele heranreicht, doch durchaus seine ironischen Momente hat. So will etwa ein krankhaft abergläubischer Matrose von der Mitfahrt überzeugt werden, indem ihr ihn gängigen Klischees wie einem zerbrochenen Spiegel aussetzt. Des Weiteren geht es einem Falschspieler an den Kragen, sobald ihr seine Glückssträhne entsprechend beendet habt. Im späteren Spielverlauf gilt es sogar, einem Seekranken eine delikate Rattensuppe zu kredenzen. Lecker!

Allgemein wurden die Rätsel ziemlich abwechslungsreich gestaltet. Abseits von klassischen Kombinierungsaufgaben müsst ihr auch mal eine Art Wissensquiz und Geschicklichkeitsspielchen absolvieren. Nerviger sind da schon zwei Labyrinth-Puzzles, die mit Hilfe einer Zeichnung gemeistert werden können. Uns erschloss sich im Test die Logik allerdings nicht so ganz, weshalb wir uns via Trial-and-Error-Prinzip durchkämpfen mussten. Die meisten Rätsel sind jedoch recht einfach zu lösen, sofern ihr beim Absuchen der Schauplätze gründlich genug seid. Ungeduldige können optional eine Hotspot-Anzeige hinzuschalten, was die mit rund fünf Stunden sowieso schon kurze Spieldauer nochmals beträchtlich verkürzen dürfte.

Treasure Island
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Boll

Treasure-Island


Treasure-Island


Treasure-Island


Treasure-Island


Daniel Boll am 31 Mrz 2008 @ 00:00
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen