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AlternativA: Review
Wir nehmen die Zukunft, eine Diktatur sowie Unterdrückung und starten den Klischeemixer. Heraus kommt eine Dystopie namens AlternativA, welche Science-Fiction- und Adventure-Fans ansprechen will. Schaffte es Centauri Production, diese beiden kargen Genres mit Leben zu füllen?
Dystopie, wie sie im Buche stehtAlternativA spielt im Prag des Jahres 2045. Ihr übernehmt die Rolle von Richard Rocek, der von einem Sicherheitsroboter beiläufig und wenig freundlich erfährt, dass er soeben seine Arbeitsstelle verloren hat. Reichlich bedient macht sich Richard auf, den so genannten Widerstand zu finden. Leider geht bei seiner Aufnahmemission einiges schief, und am Ende wird er sogar des Mordes bezichtigt. Was folgt, ist eine Kette voller Missverständnisse und Wirrungen, die einen grösseren Plan erahnen lassen. Ihr müsst Richard helfen, diese Rästel in klassischer Adventure-Manier zu lösen.
Richard wandert im Laufe dieser Geschichte durch ein düsteres Prag, welches interessant und detailliert gestaltet wurde, und begegnet dabei jeder Menge Charaktere. Leider wirken alle Nebenpersonen mehr als nur blass. Sie machen stellenweise einen arg konstruierten Eindruck und scheinen nur als Dialogpartner zu dienen. Der typisch grummelige Barkeeper mit dem Herz am rechten Fleck, der klassische Trinker, und die idealistische Polizistin sind Stereotypen, wie man sie kennt. Vor allem in den ersten Stunden motivieren die Figuren nicht gerade zum Weiterspielen, da Centauri Production keine emotionale Bindung zu den Nebenfiguren, aber auch nicht zum klassisch frustrierten Jetzt-erst-recht-Hauptcharakter aufbauen kann. Da ist es eine positive Überraschung, dass ihr im Laufe des Spiels bis zu vier Protagonisten steuern könnt. Ob und wann ihr die Kontrolle über die Figuren bekommt, ist abhängig vom Spielverlauf.
Leichte Rätsel, leichter TodWie schon bei Memento Mori gibt es auch in AlternativA keine grossartigen Kopfnüsse zu lösen. Meist werden die Hintergründe nach Items abgesucht, die im Inventar dann verbunden werden müssen. Im einfachen Modus hilft dabei die Tab-Taste, die alle interaktiven Elemente des Hintergrundes markiert. Das ist auch bitter nötig, sind sie in den detaillierten Arealen doch sehr versteckt positioniert. Dass das Inventar in AlternativA meist nur mässig gefüllt ist, hilft bei der Lösung der Rätsel. Einige dieser Rätsel, wie zum Beispiel das zweimalige Suchen nach einer Batterie, wirken wie aufgesetzt und machen den unangenehmen Eindruck, dass die Spielzeit gestreckt werden sollte.
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 Patrik Nordsiek
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