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Divinity II - Ego Draconis: Review

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Der belgische Entwickler Larian Studios gönnt seiner Divinity-Reihe den Sprung in die dritte Dimension. Divinity II: Ego Draconis hat aber nicht nur optisch etwas zu bieten, sondern kann sich vor allem in spielerischer Hinsicht schon jetzt zu den besten Rollenspielen des Jahres zählen - zahlreichen Macken zum Trotz. Näheres erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Vom Drachentöterazubi zum Erzfeind

Alles beginnt in einer beschaulichen Bergfeste, dem Ausbildungszentrum für Drachentöter. Der Berufsstand hat es in der Fantasy-Welt Rivellon auf die majestätischen Mischwesen und deren menschliche Gefolgsleute, die Drachenritter, abgesehen. Viel ist von der zu Unrecht gejagten, weil im Grunde gutherzigen Spezies nicht mehr übrig. Der Held oder die Heldin, das Geschlecht darf vor Spielbeginn, steht also unter einem enormen Zeitdruck, will er oder sie den letzten verbliebenen Drachen eigenhändig zur Strecke bringen. Das ändert sich aber recht bald, werdet ihr doch selbst zum Drachenritter und bekommt einen viel wichtigeren Auftrag: Einen dunklen Fürsten namens Damian davon abhalten, die Welt mit seinen finsteren Dämonen zu überschwemmen.

Gespielt wird stets aus einer nicht zoombaren Third-Person-Perspektive. Erster Anlaufpunkt nach der Ausbildung ist das Trümmertal, bestehend aus weitläufigen Wald- und Sumpfarealen, düsteren Höhlen- und Kellergewölben, Dörfern, Goblinlagern sowie einem gigantischen Turm, der mit seiner beeindruckenden Architektur wie ein Wächter im Zentrum steht und das Gebiet überragt. Im Trümmertal schliesst ihr Bekanntschaft mit Wachposten, Offizieren, Zivilisten und Anhängern diverser Fraktionen wie den Champions von Aleroth. Über Auswahldialoge gelangt ihr an Informationen und Quests, könnt auf Wunsch sogar die Gedanken des Gesprächspartners lesen und so das eine oder andere Geheimnis erfahren. Allerdings kostet der Einsatz dieser Fähigkeit Erfahrungspunkte, deren Menge je nach Wert und Wichtigkeit der Gedanken, aber auch nach der Erfahrungsstufe des Gedankenlesens variiert.

Quests

Die Quests sind einer der Höhepunkte des Spiels und wissen durch Abwechslungs- sowie Ideenreichtum zu begeistern. Nicht selten stehen moralische Entscheidungen an, die zwar nicht die Haupthandlung, sehr wohl aber das Verhältnis zu anderen Charakteren beeinflussen. So bekommt ihr von einer verheirateten Frau einen versiegelten Brief anvertraut, den ihr ihrem heimlichen Liebhaber in einem anderen Dorf zustellen sollt, der zufällig Waffen verkauft. Übergebt ihr den Brief ungelesen, dürft ihr künftig mit ordentlichen Rabatten rechnen. Alternativ öffnet ihr den Brief und verpfeift die Frau bei ihrem Ehemann, der sie daraufhin zum Teufel jagt und euch eine Belohnung gibt. Einkäufe bei dem Waffenhändler lohnen sich dann aber nicht mehr, erhöht dieser doch für euch beträchtlich die Preise. Doch keine Sorge, solcherlei Missstände lassen sich meist mit Gedankenlesen oder anderen Gefälligkeiten wiedergutmachen.

Personen skurriler Art sind auch keine Seltenheit. Mitten im Trümmertal trefft ihr auf einen Typen namens Casper, der eine Horde Hühner um sich versammelt hat und sich sehr merkwürdig aufführt. Ein näheres Gespräch klärt, dass ein gemeiner Magier die Seele eines Huhnes an Casper gebunden hat, dessen Verhaltensweise seitdem an lebendes Geflügel erinnert. Casper hat Angst, dass jemand das seelisch mit ihm verbundene Huhn finden und töten könnte. In diesem Fall müsste der arme Kerl selbst dran glauben. Ursächlich für diesen Fluch ist Bellegar, ein reimender Fiesling, vor dem Eltern ihre kleinen Kinder warnen und mit dem ihr es im Spielverlauf öfters zu tun bekommen werdet. Für nahezu alle Charaktere gilt, dass sie ausgezeichnet synchronisiert wurden. Bei der Vertonung hat Publisher dtp wieder alle Register gezogen.

Divinity II - Ego Draconis
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Daniel Boll


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Daniel Boll am 12 Aug 2009 @ 00:06
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