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Divinity II - Ego Draconis: Review

  Personal Computer 

Klassenmischmasch

Im Testverlauf wollten wir uns zunächst eine Nahkämpferklasse ausbilden, merkten aber relativ früh, dass wir die Echtzeitgefechte damit in eine unnötig frustrierende Richtung leiten würden. Zwar gibt es durchaus mächtige und abwechslungsreiche Nahkampfstile sowie Sprungattacken, doch ist es nicht oder nur sehr schwer möglich, Fernangriffen wie Feuerbällen oder Pfeilen auszuweichen. Bis ihr den gegnerischen Magier oder Bogenschützen, der nicht selten einen Sicherheitsabstand zu euch hält und bei Bedarf das Weite sucht, erreichen könnt, werdet ihr mehrmals von seinen Attacken verlangsamt und kommt euch gelinde gesagt veräppelt vor. Aus diesem Grund konzentrierten wir uns fortan auf Waldläuferfertigkeiten, also Angriffe mit Pfeil und Bogen aus der Ferne, die wegen des simplen Kampfsystems automatisch ihr Ziel treffen. Das spart Lebenskrafttränke und Nerven - Pfeile gibt es sowieso unbegrenzt, die kosten also nichts. Und über den Standardschuss hinausgehende Attacken, etwa Giftpfeile oder Dreifachschüsse, kosten lediglich eine geringe Menge Mana.

Haltet ihr einen gewissen Abstand zu Feinden, bemerken sie euch gar nicht erst. Dann ist es sogar möglich, sie aus der Ferne in Seelenruhe mit Pfeilen einzudecken, ohne dass es sie oder in der Nähe stehende Verbündete tangieren würde. Entdecken sie euch doch mal, bleiben sie womöglich an Felsen, Baumstämmen oder anderen Objekten in der Spielwelt hängen. Dank einer grossen Bewegungsfreiheit könnt ihr Gegnergruppen theoretisch auch von schwer erreichbaren Anhöhen aus angreifen - dann können euch nur noch andere Fernkämpfer gefährlich werden. Natürlich liegt es an jedem selbst, ob er diese KI-Fehler grossflächig ausnutzt oder sich die Gefechte erschwert, indem er sich so nahe an die Widersacher heranwagt, dass sie alarmiert werden und angreifen können. Generell hätten die Entwickler hier aber noch einiges an Feinarbeit leisten können.

Drachenstark?

Als Drachenritter erhaltet ihr später die Fähigkeit, euch bei Bedarf in einen Drachen zu verwandeln. Dann erkundet ihr fliegend Gebirgspässe, gelangt so an Orte, die zu Fuss unmöglich erreichbar wären. Fusstruppen sind im Drachenmodus leider weder sichtbar noch angreifbar - dafür können euch Magier und Bogenschützen vom Boden aus aber auch nichts anhaben. Der fehlende Bodenkampf nimmt dem ganzen Drachenthema viel Potenzial und Reiz. Stattdessen bekommt ihr es mit Verteidigungstürmen und feindlichen Wyvern zu tun, denen ihr euch mit Feuersbrünsten, Heil- und Schutzschildfertigkeiten erwehrt. Viele Gebiete sind von magischen Barrieren umgeben, deren Durchfliegung den Drachen töten würden. Der luftigen Freiheit sind also enge Grenzen gesetzt. Dennoch macht es Spass, durch die hübsch texturierten Gebirgsschluchten zu gleiten und die Gegend nach Geheimnissen zu durchforsten.

Divinity II - Ego Draconis
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Daniel Boll am 12 Aug 2009 @ 00:06
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