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Divinity II - Ego Draconis: Review

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Dr. Frankenstein lässt grüssen

Im Spielverlauf findet ihr beim Leichenplündern neben Goldstücken, Ausrüstungsgegenständen und Pflanzen auch immer mal wieder Körperteile. Köpfe, Torsos und Beine verfügen über diverse Angriffs- und Verteidigungswerte. Spätestens, wenn ihr auf einen ersten Nekromanten trefft, ergibt das auch Sinn. Bei Frankensteins Enkeln könnt ihr euch nämlich einen eigenen Untoten zusammenbasteln, der fortan jederzeit herbeigerufen werden kann, um treu an eurer Seite zu kämpfen. Das Monster ist dabei nicht nur als Ablenkungsobjekt an vorderster Front gut, sondern kann durchaus tatkräftig mit anpacken, wenn es um die Gegnervernichtung geht. Je nach Kopf verfügt der Mitläufer über Krieger- oder Magierfertigkeiten.

Er verhält sich grösstenteils autonom, kann lediglich von euch getätschelt oder getreten werden, was aber keinen spürbaren spielerischen Einfluss hat. Blöd für Fernkämpfer: Der untote Kamerad versperrt gerne mal die Flugbahn von Geschossen, indem er sich vor das Zielobjekt stellt, um es anzugreifen. Darum müsst ihr gezwungenermassen öfters mal eure Position wechseln, um Treffer landen zu können. Nun gut, Rücksicht ist wirklich das Letzte, was man von einem lebenden Toten erwarten kann. Und gute Manieren sowieso nicht, hebt er doch gerne mal in ruhigen Momenten sein Bein und erleichtert seine Blase. Insgesamt ist der verbündete Untote eine prima Idee - man will ihn später gar nicht mehr missen und freut sich über jedes neue Körperteil mit besseren Werten.

Sammelsucht extrem

Apropos Sammelfreude: auch hier hat Divinity II eine Menge zu bieten. Schliesslich dürft ihr den Helden beziehungsweise die Heldin von Kopf bis Fuss einkleiden und mit Schmuck versehen. In Rivellon finden sich Unmengen an Gegenständen. Teils mit gewöhnlichen Werten, teils magisch erweitert, was dann an Adjektiven wie Ungewöhnlich, Heldenhaft und Legendär erkennbar ist. Auf diese Weise gibt es Extrapunkte für Attribute wie Stärke und Willenskraft, aber auch für Fertigkeiten. Ausserdem können sich Rüstungswerte und Waffenschaden erheblich verbessern. Einige Items verfügen über so genannte Veredelungs- und Bezauberungsplätze, mit denen weitere Boni hinzugefügt werden können, sofern Edelsteine oder bestimmte Rezepte zur Verfügung stehen.

Das in Kategorien unterteilte Inventar gerät schnell an sein Limit. Die Entwickler integrierten bewusst keine Sortierautomatismen, so dass in den Unterkategorien irgendwann das blanke Chaos herrscht. Pflanzen, Bücher und anderer Krimskrams sind dann wild miteinander vermischt. Fast unmöglich, hier sofort das Wunschobjekt zu finden und eine beständige Ordnung zu etablieren, zumal immer wieder neue Sachen nachkommen. Besonders nervig gestaltet sich das Lesen von Büchern, in denen es etwa Informationen zur Spielwelt gibt. Jedes Mal, wenn ihr ein Buch zuklappt, wird das Inventar direkt mitgeschlossen. Dann müsst ihr euch umständlicherweise erst wieder in die passende Kategorien durchklicken, um das nächste Buch zu öffnen.

Divinity II - Ego Draconis
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Daniel Boll am 12 Aug 2009 @ 00:06
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