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Divinity II - Ego Draconis: Review

  Personal Computer 

Und wie gelangt ihr nun an all die tollen Sachen? Durch Händler, Leichenplünderung, Quest-Bewältigung und Diebstahl. Letzteres hat jedoch den faden Beigeschmack, dass es unter keinen Umständen sanktioniert wird. Selbst wenn ihr die Schatztruhe eines Wachoffiziers vor seinen Augen knackt und leerräumt - was angesichts der Unmenge an Gefässen in der Spielwelt häufiger vorkommt - bleibt das ohne Konsequenzen für euch. Den Charakteren ist es schlichtweg egal. Im Testverlauf ist es überhaupt nur ein einziges Mal vorgekommen, dass jemand einen Diebstahl bemerkte, allerdings gehörte das mit zu einer Neben-Quest. So macht das Diebesleben natürlich keinen Spass, weil jegliche Herausforderung fehlt.

Andererseits gäbe es auch keine grosse Palette an möglichen Sanktionen, schliesslich ist es nicht mal möglich, neutrale Charaktere anzugreifen. Auch ist nirgends euer Ansehen in der Bevölkerung ersichtlich. Die Entwickler liessen diese soziale Komponente einfach gänzlich aus, verzichteten darüber hinaus auf Minispiele, Romanzen, interaktive Objekte wie Musikinstrumente und Schleifsteine, aber auch auf ein richtiges Gildensystem. Es gibt durchaus Fraktionen, denen man über Quest-Entscheidungen zuspielen kann, doch hat das auf den Spielverlauf einen bestenfalls marginalen Einfluss.

Technik

Zu Beginn, also noch vor Trümmertal, ist Divinity II wahrlich kein Hingucker. Blasse Texturen und farblose Umgebungen beherrschen das Bild. Doch im Trümmertal zeigen die Grafikdesigner dann, was sie draufhaben. Die Waldgebiete haben wir ja bereits weiter oben lobend erwähnt. Wenn dann noch Sonnenstrahlen durch die Baumkronen glitzern und diverse Tierarten umherhoppeln, ist die Atmosphäre auf dem Höhepunkt. Wir empfehlen aber dringend die Aktivierung der vertikalen Synchronisation (VSync) und mindestens vierfache Anisotropie, andernfalls gibt es eklige Schlierenbildung auf TFTs und sehr auffällige Aufpoppeffekte vor allem im Bereich der Vegetation.

Sehr unschön sind teils ruckelige Animationen, etwa Laufbewegungen und Wasserfälle, die erst mit einem kommenden Patch behoben werden sollen. Etwas suboptimal wirkt auch die Objektphysik, die sich stellenweise reichlich seltsam verhält. Wie von Geisterhand rollen dann plötzlich Fässer durchs Bild, wiederum mit einem unflüssigen Animationseffekt versehen. Wenn mehrere Monster oder Charaktere im Bild sind und kämpfen, geht die Framerate spürbar in die Knie. Ansonsten ist die zum Einsatz kommende Gamebryo-Engine mit Speedtree-Technologie aber erstaunlich flüssig.

Bemerkenswert auch, dass wir im Testverlauf keinen einzigen schwerwiegenden Fehler ausmachen konnten. Selbst ungepatcht ist Divinity II erstaunlich fehlerarm. Die meisten Bugs betreffen eher harmlose Dinge wie fehlende Sprachausgabe oder Lippenbewegungen, Aussetzer in der exzellenten Musikuntermalung, in der Luft hängende Pflanzen sowie manch ein falsch zugewiesener Attributwert. So weit handelt es sich also um eine für ein Rollenspiel fast vorbildliche Qualitätssicherung - zumindest wenn wir unsere Testphase als Massstab nehmen. Allerdings raten wir davon ab, ein mit Version 1.00 begonnenes Spiel mit dem Patch 1.01 fortzusetzen - dann kann es nämlich durchaus zu gemeinen Fehlern kommen, die ein Voranschreiten in der Handlung unmöglich machen. Nicht umsonst wird bei Patches gerne darauf hingewiesen, ein neues Spiel zu beginnen.

Divinity II - Ego Draconis
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Daniel Boll am 12 Aug 2009 @ 00:06
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