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Anno 1404: Review
Besonders am Anfang des Spiels haben die Entwickler das Spielprinzip deutlich vereinfacht. So dauert es nicht allzu lange, bis die ersten Bauernbaracken den hübscheren Bürgerhäusern weichen. Wie schon bei den bisherigen Anno-Abenteuern stehen und fallen der Gemütszustand der Bevölkerung und somit auch die Aufstiegschancen der einzelnen Einwohner zu einer neuen Zivilisationsstufe mit der Versorgung von Waren. Während die Bedürfnisse der Bauern noch mit einfachen Mitteln befriedigt werden können, sind die Bürger schon ein wenig anspruchsvoller und nicht so leicht zufrieden zu stellen. Neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln dürfen auch die Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Glauben und Vergnügen nicht vernachlässigt werden. Eine Kneipe, Kirche und ein Marktplatz sind schnell errichtet; Rohstoffe und Erzeugnisse, die ihr nicht selbst herstellen könnt, müssen gegen bares Geld importiert werden. Vor allen Dingen in späteren Zivilisationsstufen werdet ihr mit immer horrenderen Forderungen seitens eurer Bürger konfrontiert. Insgesamt gibt es 24 Ressourcen sowie 64 Waren wie etwa Brot, Salz, Teppiche und Ziegenmilch.
Der Lohn euer Bemühungen füllt eure Staatskasse mit Goldmünzen, denn als Stadthalter lebt ihr nicht etwa von Brot und Wasser, sondern lasst euch - wenn auch nicht ganz freiwillig - von euren Landsleuten beschenken. Letztere zahlen nämlich einen gewissen Obolus, damit sie in eurem Dorf auch wohnen dürfen. Mit den Steuereinnahmen könnt ihr schliesslich die Kriegskasse aufbessern oder aber das Geld in neue Kolonien stecken, die euch fernab der Heimat mit neuen Rohstoffen versorgen, die auf eurer Basisinsel nicht abgebaut werden können.
Ruhm, Macht und EhreIn Anno 1404 wird dem Handel eine grosse Rolle zugespielt. Da schon nach relativ kurzer Zeit die benötigten Rohstoffe immer schwieriger gleichzeitig zu beschaffen sind, seid ihr auf den Handel mit anderen Dörfern und Städten angewiesen. Der Orient spielt hierbei eine wichtige Rolle, liefert er doch stets exotische Waren, die ihr ansonsten nur unter erschwerten Bedingungen herbeischaffen könnt. Korsaren und fliegende Händler sind ebenfalls wieder mit von der Partie und helfen auch gern mal aus der Patsche - vorausgesetzt, ihr verfügt über das nötige Kleingeld.
Wer in der mittelalterlichen Welt unbedeutend erscheint, mit dem will man auch keine Geschäfte tätigen. So müsst ihr euch erst die Anerkennung verdienen, notfalls hilft bei dem einen oder anderen potenziellen Handelspartner auch ein Säckchen voll Gold. Mit Hilfe von Ruhm und Ansehen, welches ihr beispielsweise durch Handel oder die Erfüllung von Missionen erhaltet, könnt ihr bei euren Handelspartnern neue Rohstoffe freischalten oder Items erhalten. Letztere verbessern wie in einem Rollenspiel bestimmte Attribute. Sie machen Schiffe schneller und stabiler oder erhöhen die Produktivität einzelner Betriebe auf Inseln. Dadurch lässt sich teilweise ein deutlicher Vorteil gegenüber den Wettbewerbern erhaschen.
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